Genuss-Quartett der Woche: Riesling-Menü

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Mosel

An diesem Wochenende grüße ich von der wunderbaren Mosel. Hier kann man ganz gemütlich urlauben, wandern, essen – und natürlich Riesling trinken. Viel Riesling. So früh im Jahr sehen die Weinberge noch total kahl und abgerupft aus. Man kann kaum glauben, dass da im Herbst tolle Trauben an rankenden Reben wachsen… Also mir geht es jedenfalls so! Aber wenn die Sonne lacht, hat man natürlich trotzdem einen tollen Ausblick von oben. Oder auch einen von unten über den Fluss. Und wenn man genug spazieren oder wandern war, ist endlich Zeit für den Wein! Zum Glück gibt es davon immer genug, auch wenn noch kein neuer an den Reben hängt… Hier kommt das Genuss-Quartett von der Mosel. Schaut mal rein!

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1. Gang: Roastbeef

Highlight des Woselwochenendes: das Weinwand-Dinner. Vier Gänge, acht Weine. Da ich ein echter Weinbanause bin, schenke ich mir hier die Bewertung der edlen Tropfen (geschmeckt haben sie aber!). Und konzentriere mich aufs Essen im Zeltinger Hof, wo wir übriges auch übernachtet haben. Der erste Gang wird auf einem Weinflaschenteller serviert. Ziemlich originell. Drauf auf der Flasche sind Roastbeef, getrocknete Tomaten, Rucola und Remoulade. Ein leichter Starter.

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2. Gang: 5 Kleinigkeiten

Im 2. Gang wird es abwechslungsreich: Ente auf Linsensalat, gebackener Ziegenkäse, Bärlauchsuppe, Wildbratwurst und Lachs (von hinten). Die Linsen, die mit Koriander gewürzt sind, hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Der Ziegenkäse ist ein bisschen langweilig. Aber der Rest schmeckt dann wieder wunderbar!

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3. Gang: Schein

Zum Hauptgang gibt es ein Schweinefilet mit Maronensoße – wahnsinnig gut, auch wenn ich gar keine Maronen mag… Pilze und Wirsing und Kartoffeln schmecken mir ganz vorzüglich. Und der Riesling, der hier etwas kräftiger ausfällt, läuft auch prima durch die Kehle :)

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4. Gang: Nachtisch-Dreierlei

Auch zum dreiteiligen Nachtisch gibt es zwei Weine. Und zum Glück keine Süßen. Der eine ist ganz spritzig, von 1990 und schmeckt ein bisschen nach Apfel-Essig – was ich nicht abwertend meine! Der hat mir wirklich gut gefallen, so zum Dessert. Ach ja, das Dessert besteht aus Eis mit Pflaumenkompott, Tiramisu und einer Weißkäsemousse mit Vanillesoße. Und jetzt: einen Trester-Schnaps, bitte schön!

P.S.: Das Weinwand-Dinner kann man im Hotel-Restaurant einfach so buchen oder wie wir mit Übernachtung. Die Übernachtung im Hotel, das sich über mehrere Häuser im Ort erstreckt, lohnt schon deshalb, weil das Frühstück ganz wunderbar ist. Selbst gemachte Marmelade, Waffelteig zum selber Ausbacken, Eier aller Art, Wurst, Käse, alles von Joghurt bis Demeter-Quark… Und für alle, die keine Lust auf den gewöhnlichen Cappuccino aus dem Vollautomaten haben, gibt es sogar einen ziemlich leckeren Filterkaffee!