Genuss-Quartett der Woche 61

Und schon wieder ist eine Woche rum. Verrückt, wie die Zeit vergeht. Es wird allmählich Herbst, auch wenn die Tage immer noch sehr schön sind. Vor allem heute scheint die Sonne wie doll🙂 Das schöne am Herbst hier in Baden sind die vielen Weinfeste. Und auch die Strauß-Wirtschaften, die neben ihrem Wein auch leckere Speisen anbieten. Und so findet ihr eine davon im Genuss-Quartett. Wie immer selbst gemacht und selbst bestellt.

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Griechischer Joghurt, Müsli, Trauben, bei mir

Los geht es mit Frühstück. Diesmal kommt zu meinem obligatorischen Joghurt-Obst-Frühstück noch ein Dinkel-Schoko-Müsli dazu. Die leckere Knusper-Mischung ist aus der Unteren Kapfenhardter Mühle, die habe ich am letzten Wochenende besucht. Sie ist ein Hotel, ein Restaurant – und eben eine Mühle, in der es auch Mehl und Pasta zu kaufen gibt. Genau das richtige für mich, denn ich mag regionale Produkte sehr gerne!

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Halb und halb, in der Strauße

Eine Strauße ist eine kleine Wirtschaft im Weinberg. Und sie ist nur in wenigen Wochen im Jahr geöffnet. Aktuell ist es mal wieder so weit, zum Beispiel rund um Offenburg. Hier habe ich einen tollen Grauburgunder getrunken. Und ein Gericht gegessen, das „Halb und Halb mit Brägele“ heißt. Wer nicht aus der Gegend ist – so wie ich – muss erst einmal eine ganz neue Sprache lernen, wenn er zum Essen ausgeht😉 Brägele sind übrigens die super knusprigen Bratkartoffeln. Das eine Halb ist Wurstsalat und das andere Bibeleskäs, ein Quark mit Kräutern. Das war mal eine ordentliche Portion!

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Schokokuss, bei mir

Was Süßes zum Nachtisch? Ich hatte schon ewig keine Schaumküsse, Schokoküsse oder wie auch immer. Und auch wenn die wirklich super süß sind, kann man sie schon mal als schnellen Nachtisch am Wochenende verspeisen…

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Oktoberfest-Brotzeit, bei mir

In München findet gerade das Oktoberfest statt. Und weil ich nicht dabei sein kann, kommt ein passendes Gericht eben zu mir. Normalerweise sollte es wohl Radi (Rettich) geben. Ich hatte gerade einen Kohlrabi parat – auch sehr lecker. Zudem habe ich Radieschen, saure Gürkchen, Leberkäse und Obazda auf den Teller gebracht.

Den Obazda habe ich zum ersten Mal selbst gemacht. Dafür einen reifen Briekäse mit etwas Frischkäse, ein bisschen Butter, einer halben Zwiebel, Salz, Pfeffer, Paprika-Pulver und einem Schuss Bier zermanschen. Wenn ihr es richtig machen wollt, benutzt die Finger! Ich hab dann mal lieber die Gabel zur Hilfe genommen…


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Rezension: Untere Kapfenhardter Mühle

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach. Klipp-Klapp… Ein langes Familien-Wochenende hat mich in den nördlichen Schwarzwald geführt. An einen Bach, eine Mühle und in ein umweltbewusstes Landhotel. Wie es war und (natürlich) was es zu essen gab, lest ihr hier!

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Am Eingang zum Hotel

Irgendwo zwischen Calw und Pforzheim im Nordschwarzwald liegt die Gemeinde Unterreichenbach. Hier gibt es vor allem eines – Wald. Und mitten drin das Landhotel Untere Kapfenhardter Mühle. Das besondere an dem schnuckligen Haus mitten im Wald ist sein naturschonendes Konzept. Dafür gab es vom BUND sogar den „Naturismuspreis“, gerade als ich vor Ort war.

Neben dem Hotelbetrieb wird auch in der Mühle gearbeitet. Aber hier wird nicht nur Getreide aus der Region verarbeitet, sondern auch Raps gemahlen. Das so gewonnene Rapsöl wird im hauseigenen Blockheizkraftwerk für die Strom- und Wärmeversorgung von Mühle und Restaurant genutzt. Zudem gibt es eine Rapsöltankstelle, an der jeder welches kaufen kann.

Auf der Speisekarte des Restaurants stehen zudem Wild aus dem umliegenden Wald, Forellen und Fleisch aus eigener Zucht und natürlich selbst gebackenes Brot ohne chemische Zusatzstoffe. In der Mühle kann man neben Mehl, auch jede Menge Sorten Frühstücks-Cerealien, Pasta, Süßigkeiten und Marmeladen kaufen.

Und: Die Mühle klappert gar nicht so doll! Hier in Kapfenhardt rauscht vor allem der Bach. Abseits der Straße, so mitten im Wald, ist es ansonsten sehr ruhig. Da kann man sich prima entspannen. Die tolle Luft genießen. Spazieren gehen oder natürlich wandern. Wer dann doch mal unter Leute muss, findet diese in den vielen charmanten Orten und Kurbädern drumherum, aber auch in Karlsruhe, Pforzheim und Stuttgart.

Zum Hotel gehören kleine Häuschen, die Mühle, das Mühlrad und zwei Ziegen😉 Die Vierbeiner sind sehr zahm und kommen (wohl in der Hoffnung auf Futter) gerne zum Streicheln an den Zaun.

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Ausblick vom Hotel-Balkon

Fast jedes Zimmer in der Unteren Kapfenhardter Mühle hat einen großen Balkon – die tolle Aussicht in Wald und Berge inklusive. Besonders am Morgen ist der erste Gang an die frische Luft ein echtes Erlebnis für einen Städter wie mich…

Ich hatte ein Zimmer mit zwei Einzelbetten, nicht meine erste Wahl. Da habe ich immer das Gefühl, ich falle nachts raus… Das Zimmer ist aber sehr geräumig und auch im Bad gibt es genug Platz und Abstellfläche. Allerdings solltet ihr einen eigenen Fön mitbringen, der vor Ort hat einfach nicht genug Power!

Und dann ist da eine Sache, die ich im Sinne der Umwelt irgendwie doof finde: Es gibt diese schrecklichen Einmal-Zahnputzbecher aus Plastik, die zudem auch noch in einer Plastiktüte verpackt sind. Äußerem sind die Dinger so leicht, dass sie leicht umkippen und dann auf den Boden landen…

Im Hotel dominiert Holz, was es sehr warm und wohnlich macht. An der Rezeption gibt es eine charmante Sitzecke. Das Hotel-Restaurant erstreckt sich über verschiedene Räumlichkeiten, und im Sommer kann man auch prima draußen sitzen. Das liebenswerte Hotel-Team rund um die Familie Mönch kümmert sich sehr um seine Gäste und setzt an vielen Stellen im Haus kleine charmante Akzente. Für Sportfans gibt es einen Mini-Sportraum. Außerdem findet man im Haus einen Kickertisch und zwei Kegelbahnen, eine Sauna und draußen eine Kneippanlage mit Quellwasser. Und wer dann doch lieber im Zimmer ist und TV schaut, kann sich mit Sky vergnügen.

Mein Fazit: Für Naturfans ist dieses Schwarzwald-Hotel ideal. Mehr Wald geht kaum. Die sehr feste Matratze, die Anti-Allergie-Bettwäsche und das Bach-Rauschen lassen einen tief und fest schlafen. Wer solo unterwegs ist und nicht gerne in einem schmalen Bett schläft, sollte wohl lieber vorher nach einem „echten“ Doppelbett fragen. Das Essen im Hotel ist sehr gut! Die frischen Fische sind der Knaller. Da ich auch gerne mal eine „Brotzeit“ verspeise, war ich mit der Wurstplatte mit Schinken, Leberwurst und viel mehr sehr gut bedient. Und auch die regionalen, warmen Speisen sind sehr lecker. Das Frühstück im Hotel lebt von den vielen Müslis und Frühstücksflocken, die es auch im Mühlenladen zu kaufen gibt. Das Personal ist super freundlich und hat viele Tipps für Unternehmungen parat – schon am Frühstückstisch findet ihr jeden Morgen ein Blatt Papier mit Wetterinfo, Ausflugstipps und Veranstaltungen in der Umgebung.
Adresse:
Untere Kapfenhardter Mühle
Zu den Mühlen 5
75399 Unterreichenbach

 


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Rezension: Fräulein Ohrt / Pforzheim

Es gibt da diese eine prägende Erfahrung mit Pforzheim. Und die ist nicht gut. Ich habe mich vor einigen Jahren mit einer Freundin in der Goldstadt getroffen. Sie lag so schön praktisch in der Mitte zwischen unseren Wohnorten. Doch dann das: Es gab in der ganzen Stadt kein schönes Café. Eigentlich gab es gar keines. Wir waren echt aufgeschmissen. Doch jetzt ist alles anders! Und darum lest hier alles über meine Erfahrung bei Fräulein Ohrt in Pforzheim.

Vorneweg: Ich bin versöhnt mit Pforzheim. Und das liegt nicht nur, aber vor allem AUCH am Fräulein Ohrt in der Nordstadt. Das süße Café bietet ein modern-lässiges Ambiente, leckeres Essen, fröhliche Bedienungen und mit Farina eine sehr charmante Chefin.

Das Café befindet sich in einem Altbau von 1906. Der ganze Straßenzug hat meine Mama, sie und auch den Papa hatte ich diesmal beim (Test-)Essen dabei, ein bisschen an Berlin erinnert. Da kommt sie nämlich her. Und ich würde sagen, der Laden könnte auch prima in der Hauptstadt stehen. So cool und lässig ist er. Innen sieht man, wie viel Mühe sich das Fräulein Ohrt-Team gemacht hat, denn hier ist alles von Hand renoviert und hergerichtet. Und schon muss ich wieder die Mama ins Spiel bringen, denn sie war vor allem von den schönen Stühlen begeistert – alle weiß, aber (fast) jeder ein bisschen anders.

Traumhafte Lampen, runde und eckige Tische. Ein schicker Tresen. Kuchen unter Glas. Wer ins Fräulein Ohrt kommt, fühlt sich gleich gut aufgehoben. Und bekommt Lust auf einen leckeren Snack. Und darum soll es ja hier bei mir auch gehen: ums Essen. An der Tafel stehen diesmal unter anderem zwei Pasta-Gerichte für den Mittagstisch. Das Angebot wechselt aber regelmäßig.

Doch es gibt noch viel mehr. Ich entscheide mich für eines meiner aktuellen Lieblingsgerichte: Brot, Avocado und Ei. So bleibt noch Platz für eine Schoko-Tarte zum Nachtisch😉 Meine Eltern wählen die Salat-Variation aus der Vitrine. Und die hat es in sich: Salat aus Kartoffeln, Linsen, Couscous,  Tomaten, grünen Bohnen… (Foto oben). Zum Glück gibt es von allen Salaten ein bisschen in die Schüssel. Wer könnte sich denn da sonst entscheiden!

Und wir alle drei sind begeistert. Vor allem die Salate überzeugen, weil sie frisch und außergewöhnlich und mit Raffinesse zubereitet sind. Mein Tipp: Für die große Schüssel auch sehr großen Hunger mitbringen, der Papa hat’s nicht geschafft!

Mein Fazit: Wer nach Pforzheim kommt, muss zu Fräulein Ohrt! Hier fühlt man sich rundum wohl. Das Essen ist frisch und lecker und wird mit Spaß serviert. Die Kuchen sehen so gut aus, dass man sich kaum entscheiden kann. Und neben Mittagessen und Kuchen gibt es hier auch ein super Frühstück. Also los. Auf. Probiert es aus!

Adresse
Fräulein Ohrt
Zähringerallee 35
75177 Pforzheim

 


Bockwurst und Dominosteine

Hallo ihr Lieben. Hier an dieser Stelle findet ihr jede Woche mein Genuss-Quartett. Doch in dieser Woche sieht das ein bisschen anders aus. Gestern habe ich die traurige Nachricht erhalten, dass mein Opa gestorben ist. Und da er in seinen fast 96 Jahren ein echter Genießer war, der dennoch die ganz einfachen Dinge zu schätzen wusste, erzähle ich euch an dieser Stelle ein bisschen von ihm.

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Mein Opa und ich, Weihnachten 2015

Mein Opa stammt aus einer Berliner Bäcker-Familie, hatte selbst aber nie Spaß an der Arbeit – oder wohl eher am frühen Aufstehen… Also hat er sich für einen anderen Beruf entschieden.

 

Allerdings hatte er immer ein Faible für süße Sachen! Und so erinnere ich mich zum Beispiel daran, dass es für ihn in der Weihnachtszeit kaum etwas besseres als Dominosteine gab. Davon konnte er ganze Berge verdrücken – bis ihm schlecht wurde. Mir geht es da manchmal ganz genau so. Die Tafel Schokolade aufessen? Sofort! Bis sie mir aus den Ohren herauskommt. Dann denke ich immer: Merk dir das doofe Gefühl und mach es beim nächsten Mal anders. Klappt nur leider nicht. Lieber Opa, diese Weihnachten werde ich Dominosteine essen – so viele wie noch nie in meinem Leben. Versprochen😉

Ansonsten liebte es mein Opa, zum Essen auszugehen. Warum sollte Oma für einen Geburtstag oder auch jede andere Gelegenheit lange in der Küche stehen, wenn das doch andere für uns erledigen können! Und bedient wird man im Restaurant auch noch… Als echter Berliner hatte er schon (fast) immer ganz gut die Gelegenheit, fremde Küchen zu probieren. Und so haben wir zusammen verschiedene Sachen versucht – aber er ging wohl am liebsten zum Griechen. Die gastfreundliche, offene Mentalität der Leute hat ihn dabei noch mehr in seinen Bann gezogen, als ihr Essen.

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Aber da war noch eine Sache! Mein Opa liebte Bockwurst. Ich erinnere mich an 1000 Gelegenheiten – im Treptower Park (als ich Kind war, gab es hier noch einen richtigen Vergnügungspark), im Berliner Tierpark oder im Urlaub an der Ostsee (meine Großeltern waren so oft in Binz auf Rügen, dass sie es wohl nicht mehr zählen konnten und ich war häufig mit) –, bei denen er vor allem Spaß an seiner Bockwurst mit Senf und Brot hatte! Und so habe ich gestern Würstchen gegessen – für meinen Opa.

Ich war mitten im Nordschwarzwald und es war keine Bockwurst aufzutreiben, aber die Saitenwürstchen (Wienerle) im Hotel waren die perfekte Alternative. Auf dich Opa!


Genuss-Quartett der Woche 60

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Food Truck Convention, Karlsruhe

Verrückt. Die diversen Spezial-Ausgaben eingerechnet, habe ich hier schon über 60 Genuss-Quartetts geschrieben – und natürlich gegessen! Seit ich das mache, habe ich viel mehr ausprobiert als je zuvor. Und es macht immer noch Spaß. Euch hoffentlich auch?! Und so kommt hier das Genuss-Quartett für die zweite Woche im September, in der ich einmal mehr auf einem Food Truck-Fest war. Diesmal hier in Karlsruhe, direkt vor dem Schloss. Die Jungs von der Monkey Crew hatten dabei bestimmt das schönste Ambiente, aber auch die pralle Sonne! Wahnsinn, was die leisten, bei den Temperaturen.

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Alles Käse?! bei mir

Los geht es mit einem Urlaubsmitbringsel. Diesen runden Kerl hat mir meine liebe Christine aus dem Urlaub in Holland mitgebracht. Der würzige Käse ist im Inneren schön orange und sehr lecker. Da war das Abendessen gerettet!

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Räucherlachs im Brötchen, Monkey Crew

Ach ja. Da ist Food Truck Convention in Karlsruhe – und es gibt ganz vieeeele Burger. Irgendwie habe ich gehofft, dass es mal was anderes oder doch ein bisschen mehr Auswahl geben würde… Also wenn schon Bun, dann mal mit etwas „anderem“ drin. Ich habe mich bei der Monkey Crew für den „Miss Sam“ entschieden. Der geräucherte Lachs war sehr saftig, hätte aber ruhig noch ein bisschen rauchiger schmecken können! Das zu gab es eine (sehr milde) Wasabi-Majo, Mango-Chutney und ein wenig Grünzeug. Für die heißen Temperaturen an diesem Wochenende war das aber ein perfektes Gericht!

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Maultasche, Running Mhhh

Und dann hatte ich endlich mal die Gelegenheit, was von Running Mhhh zu probieren. Einen der drei schwäbischen Maultaschen-(Imperium)-Besitzer habe ich vor einiger Zeit kennengelernt und fand spannend, was er über ihr Business zu berichten hatte. Hier am Stand in Karlsruhe habe ich mich für den „Mhhh Curry“ entschieden. Eine nach Currywurst-Art aufgeschnittene Maultasche mit fruchtiger Currysoße und Pulver on Top. Die Idee ein Gericht im Becher anzubieten, finde ich super. Da fällt nichts runter und es spart das Brötchen. Irgendwie mag ich gerade keine Brötchen😉 Aber wer will, findet bei Running Mhhh natürlich auch einen Burger. Der besteht aus Laugenbrötchen, Maultasche, Speck, Zwiebeln und Bratensoße!

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Schwarze Pasta mit Champignons, bei mir

Und zum Schluss noch eine Idee fürs Sonntagsessen. Das sind schwarze Nudeln mit einer ganz einfachen Soße. Ich habe Pilze angebraten, dann getrocknete San Marzano-Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und ein bisschen Schinken dazu. Mit dem Kochwasser der Nudeln ablöschen und mit etwas Frischkäse binden. Salz, Pfeffer, Chilli und das Mittagessen ist fertig!


Genuss-Quartett der Woche 59

In dieser Woche habe ich einen neuen kleinen Laden in meiner Nachbarschaft entdeckt. Einfach über die Straße befindet sich seit einiger Zeit ein Bauernladen. Der Laden ist auf einem Hof in einer alten Scheune. Alles ist mit Heuballen und altem Holz ausgestattet. Es gibt Gemüse, Eier und auch Leberkäse und Co. Ich habe mich für Kartoffeln und Blumenkohl entschieden. Und dann auch gleich mal verkocht. Und hier kommt das Genuss-Quartett für Anfang September mit einem süß-salzigen Highlight!

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Salted-Caramel-Ice, Latina Eis Offenburg 

Los geht es damit! Drei Kugeln salziges Karamell-Eis, mein Highlight der Woche. Jeden Morgen und natürlich auch abends auf dem Weg zur/von der Arbeit komme ich am Latina Eis-Café vorbei. Und treffe dabei auf den Besitzer, der sich morgens immer eine Zeitung holt🙂 Im letzten Sommer habe ich bei ihm dieses Eis gegessen und es war super lecker. Leider gehört es nicht zu seinem Standard-Programm. Also habe ich ihn eines morgens darum gebeten, doch mal wieder Salted-Caramel zu machen. Und in dieser Woche war es endlich so weit – und ich habe es verpasst!!! Aber kein Problem, der nette Chef hat mich nicht vergessen. Er hat mir etwas zurückgelegt! Und so konnte ich am Feierabend diesen riesigen Berg Eis genießen…

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Lauch und Huhn, bei mir

Ich bin auf dem Chipotle-Trip. Das Huhn für dies Spieße habe ich gut 24 Stunden in eine Marinade aus Chipotle-Soße, Zwiebeln und Knoblauch eingelegt – und dann in der Grillpfanne gebraten. So bekommt es ein tolles rauchiges Aroma. Als Beilage gibt’s Lauch in cremiger Soße.

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Bratkartoffeln mit Ei, bei mir

Und jetzt die Rosara. Das ist die Kartoffelsorte, die ich im Bauernladen gekauft habe. Sie hat eine rosa Schale und ziemlich gelbes Fleisch. Sie ist eine frühe und festkochende Kartoffel. Die Bratkartoffeln sind schön knusprig geworden und dazu mal wieder ein Ei.

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Knusperflocken, bei mir

Kennt ihr die Knusperflocken? Die sind eine/meine Kindheitserinnerung in Sachen Schokolade! In der DDR gehörten die zum Süßigkeiten-Sortiment einfach dazu. Sie bestehen aus Knäckebrot-Bröseln und Vollmilchschokolade. So der Klassiker. Heute gibt’s die Süßigkeit von Zetti auch mit anderen Schokoladensorten. Nach der Wende waren Ost-Produkte nicht so sehr gefragt, eine schlimme Zeit für die Firma, die ihre Ursprünge in Leipzig hat. Heute sieht das wieder anders aus. Die einen entdecken die Knusperflocken neu, die anderen werden ganz nostalgisch, wenn sie die Dinger in der goldenen Tüte im Supermarkt sehen😉 Und ich muss aufpassen, dass ich nicht alle auf einmal vernasche…


Genuss-Quartett der Woche/Spezial: Bier

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Schloss Karlsruhe im Dunkeln und feierndes Volk

Prost ihr Lieben! Heute ist mein Genuss-Quartett ausschließlich flüssig. Echt. Denn hier in Karlsruhe ist Bierbörse. Jedes Jahr fiebern ein paar Freunde und ich auf dieses Hopfen-und-Malz-Event Ende August hin. Denn es hat sich in den letzten Jahren etabliert, dass wir hier Biere aus aller Welt probieren und ungesunde Sachen essen😉 In diesem Jahr wird das Fest schon zum 15. Mal gefeiert und es ist immer sehr gut besucht. Es gibt Livemusik, 500 verschiedene Biere – vom klassischen Hellen über süße Kirsch- und Kokosbiere bis hin zu dunklen Starkbieren. Ob die vier Biere, die ich euch im Genuss-Quartett vorstelle, wirklich die besten Getränke des Festes sind, kann ich beim besten Willen nicht sagen, denn alle alle alle 500 zu probieren, wäre wohl doch ziemlich sportlich!

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Neuzeller Klosterbräu, Bier mit Heiligenschein

Den ersten Schluck nehme ich aus einer Flasche der Neuzeller Klosterbrauerei. Warum? Weil ich die Etiketten der Brauerei so schön finde! Und einen „Seelsorger“ zum Wochenende kann man schon mal trinken… Zum Start in den Abend ist es gut gewählt, denn es ist süffig und nicht zu herb.

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Kreuzberger Klosterbier, auch für Nicht-Nonnen

Es gibt bei der Bierbörse übrigens „ProBIERgläser“. Aber wer will, bekommt natürlich auch ein „großes“ Glas. Hier ist eines mit Kreuzberger Klosterbier gefüllt. Ich denke bei Kreuzberg natürlich gleich an Berlin. Aber da kommt dieses Dunkelbier nicht her. Es ist von der Rhön und schön würzig. Der Alkoholgehalt von 5,4% geht in Ordnung😉

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Ein Grimbergen, ganz ohne Märchenstunde

Weiter geht es mit einem Grimbergen aus Belgien. Belgisches Bier ist ziemlich beliebt auf der Bierbörse. Die Sorte „Optimo Bruno“ heißt wie mein geliebter Opa, die muss ins Glas! Mit 10% Alkoholgehalt haut das Starkbier aber ganz schön rein. Der Abend wird langsam immer lustiger…

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Ein Flensburger Bölkstoff, Hau wech das Zeug

Zum guten Schluss schafft es ein Bier aus dem hohen Norden ins Genuss-Quartett. Auch die Flensburger Brauerei hat einen kleinen Stand auf der Börse. Und bietet neben allerlei Getränken diesen „Bölkstoff“ an. Ein „Fump!“ auf den alten Werner – und dann ist es aber auch langsam genug für diesen Abend…


Genuss-Quartett der Woche 58

Kennt ihr das auch? Es gibt so Wochen, die laufen einfach nicht. Das geht schon montags beim Aufstehen los. Hält sich beim Chaos im Büro. Und dann regnet’s auch noch am Wochenende… Na ja, es geht bestimmt nächste Woche wieder besser! Und so kommt hier das Genuss-Quartett einer nervigen Woche. Ich hoffe, ihr habt trotzdem Spaß damit😉

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Schoki mit Nuss, bei mir

Wenn nichts mehr geht, muss Schokolade her! Ich mache hier jetzt mal keine Werbung für die bekannte Marke – ihr seht schon! Aber dunkle Schokolade mit ganzen Nüssen sorgen dafür, dass mir doch tatsächlich ein Lächeln auf die Lippen kommt.

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Brot mit Spiegelei, bei mir

Ein kleines Lieblingsessen gegen den Regen-Bues. Brot, Käse, Schinken, Avocado und Ei – und ich bin happy. Ich mag es übrigens sehr, wenn das Eigelb noch „läuft“. Früher habe ich ausschließlich hartgekochte Eier gegessen. Ein Genuss-Fehler😉

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Pflaume, bei mir

Sehen die nicht toll aus?! Es wird wohl doch langsam Herbst. Die ersten Pflaumen sind da. Die leckeren Früchtchen sind ja toll aufm Kuchen, aber ich mag sie auch solo. Am liebsten jetzt, wo sie noch ein bisschen fest und sauer sind. Sauer macht ja bekanntlich lustig. Und das brauch ich gerade!

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Gurken-Wasabi-Salat mit Lachs, bei mir

Und zum guten Schluss noch ein schnelles leckeres Sonntagsessen. Das habt ihr in 10 Minuten fertig! Aus Gurken (wer mag, salzt sie vorher und presst sie dann gut aus!), Frühlingslauch und Avocado schnipple ich mir einen Salat. Als Dressing gibt es Crème fraîche angerührt mit Salz, Pfeffer und Wasabi. Das gibt eine schöne Schärfe. Den Lachs salzen und scharf anbraten. Bloß nicht zu lange! Und schon ist alles fertig. Und schmeckt!

 


Genuss-Quartett der Woche 57

wp-1471164957597.jpgLicht und Schatten: Das hier ist unser Karlsruher Schloss bei Nacht. Und während der Schlosslichtspiele, die noch bis in den September hinein stattfinden. Obwohl „nur“ mit dem Smartphone gemacht, ist es ganz gut geworden. Oder? Man kann die ägyptischen Figuren gut erkennen, die an die Fassade projiziert werden. Es gibt auch Papier, Pilze, Fische und noch mehr zu sehen. Wer in der Nähe ist – und nicht vor 22 Uhr ins Bett geht, kann dieses Lichtereignis täglich vor dem Schloss erleben. Und bevor ich es angeschaut habe, hatte ich natürlich etwas zu essen😉 Und so kommt hier das Genuss-Quartett der zweiten Augustwoche.

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Lamm auf Bohnen und Pilzen, bei mir

Los geht’s mit diesen tollen Koteletts. Noch am Knochen habe ich das Lamm mit Chipotle  und Knoblauch eingelegt und dann scharf angebraten. Anschließend blieb es bei geringerer Hitze bis es gar war in der Pfanne. Dazu gab’s grüne Bohnen und Pfifferlinge. Fast schon herbstlich…

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Hummus und so, auf der Arbeit

Am Montag hatten meine Kollegen und ich den ganzen Tag einen Workshop. Eingeschlossen – wenn auch mit einer traumhaften Aussicht über Offenburg – haben die Köpfe ziemlich geraucht. Und der Hunger kam früher oder später natürlich auch. Unsere Kantine hat uns am Abend mit einem leicht orientalisch angehauchten Buffet verköstigt. Gut!

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Pflaumen-Limo, ausm Bioladen

Immer nur Apfelsaft und Wasser… Gegen den Sommerdurst muss mal etwas anderes her. Darum habe ich diese Limo aus Pflaumen und Thymian ausprobiert, der ich im Bioladen in Rüppurr begegnet bin. Und was soll ich sagen, die Juiz ist sehr fruchtig und ein angenehmer und energiespendender Durstlöscher.

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Tortilla mit Huhn, bei mir

Und zum Schluss gibt’s Tortillas. Die dünnen (Mehrkorn-)Fladen habe ich gekauft. Die Füllung selbst gemacht. Das Hühnchen dafür schneide ich in Stücke, die dann mit Chipotle mariniert werden – die geräucherten Jalapenos habe ich ganz neu für meine Küche entdeckt. Inzwischen habe ich sie als Soße, eingelegt und als Pulver im Schrank stehen. Das Huhn, das natürlich gebraten wird, bekommt davon einen schön rauchigen Geschmack. In die Tortillas kommt dazu Salat, Tomate, Avocado und noch ein bisschen Chipotle-Soße. Dann einrollen und genießen.


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Wandern bei Edenkoben / Pfalz

Es ist mal wieder so weit. Ein Ausflug in die schöne Pfalz steht an. Diesmal geht es über Landau nach Edenkoben. Und dann nach Rhodt unter Rietburg, um dort die gleichnamige Rietburg zu besuchen. Und zum Glück muss man gar nicht unbedingt zur Burgruine hinauflaufen, man kann ganz gemütlich mit einer Seilbahn fahren. Das gefällt mir😉

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Rietburgbahn, bei Edenkoben

Um die gegen 1200 erbaute Rietburg zu besuchen, müssen gut 220 Höhenmeter überwunden werden. Keine große Sache. Und darum kann man natürlich zu Fuß nach oben wandern. Wer darauf aber keine Lust hat, findet sich  an der Station der Rietburgbahn ein, die nahe dem ehemaligen bayerischen Königsschloss „Villa Ludwigshöhe“ liegt. Ich fahre natürlich mit der Bahn – und treffe auf der „Gegenbahn“ bekannte Gesichter! So ist das wohl, wenn man das traumhafte Umland besucht.

In breiten Doppelsesseln geht es in gemächlichem Tempo nach oben – kleine Kids und auch der eine oder andere Hund reisen auf dem Schoß eines Erwachsenen mit.

Auf der Hinfahrt sehe ich gar nicht so viel von der Umgebung, weil sich der grün bewachsene Berg vor meiner Nasenspitze auftut. Zum Glück geht es nicht gar so weit nach unten – ihr kennt das vielleicht aus den Alpen! Doch später bei der Rückfahrt wird es schön! Dann breitet sich die grüne Pfalz vor den Augen aus. Und man hat z.B. einen tollen Blick auf das berühmte Hambacher Schloss.

Oben angekommen, finde ich die Burgruine Rietburg gleich neben der Bergstation der Seilbahn. Ihren Namen hat die Burg von den Rittern Riet, die schon um 1149 bekannt – und wahrscheinlich auch berüchtigt waren. Später fiel das Gemäuer den Bischöfen von Speyer in die Hände. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie so ziemlich zerstört und Ende des 19. Jahrhunderts nach und nach renoviert. Bergfried und Mauer sind noch gut erhalten.

wp-1470569336483.jpgHeute steht ein Ausflugslokal dort, wo einst das Burg-Hauptgebäude war. Im gemütlichen Gastraum oder draußen auf der Terrasse werden Pfälzer Spezialitäten serviert: u.a. Saumagen, Würstchen und belegte Brote. Dazu gibt es süffiges Bier und natürlich den guten Pfälzer Wein – als typische Schorle oder pur. Ich habe mich für den Saumagen mit Sauerkraut und Brot entschieden. Und das war ganz schön schmackhaft!

Von der Terrasse des Lokals aus und drumherum habe ich trotz Wolken einen tollen Blick über Deutschlands größtes zusammenhängendes Weinanbaugebiet (Foto oben). Bei guter Sicht erkannt man den Dom zu Worms und den zu Speyer. Odenwald und Schwarzwald ragen in der Ferne auf. Hier oben gibt es zudem ein Wildgehege und Wanderwege.

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Auf dem Wanderweg, Rietberg

In gut 1,5 Stunden lege ich den so einigermaßen ausgeschilderten Rundwanderweg zurück. Richtig verlaufen kann man sich hier oben wohl nicht, dazu sind die Wege zu gut ausgebaut.

Im Wald ist es schön still, die Vögel singen und die Luft ist gut. Unterwegs begegnet man dem einen oder anderen Hochstand. Tiere habe ich aber keine gesehen. Die verstecken sich sonntags bestimmt, wenn die Wochenendausflügler unterwegs sind😉

Nach dem Rundgang lohnt ein Besuch im Örtchen Edenkoben. Hier gibt es z.B. ein paar gute Eiscafés – die nächste Stärkung ist also unmittelbar möglich!

Info: Die Rietburgbahn ist von Juni bis Ende der Sommerzeit täglich geöffnet und fährt zwischen  9 und 17.30 Uhr (unter der Woche) und zwischen 9 und 18 Uhr an Wochenende und Feiertagen. Drumherum sind die Fahrtzeiten etwas eingeschränkt. Alle Infos gibt es auf der Homepage.