Gewürzfeuerwerk: Tajine

In letzter Zeit habe ich meine Vorliebe für orientalische Küche entdeckt. Zuletzt erst habe ich euch hier ja das „Cook for Syria“-Kochbuch mit seinen tollen Rezepten vorgestellt. Jetzt geht es marokkanisch weiter. Mit einem Gericht aus der Tajine, dem traditionellen Tontopf. Zum Glück funktioniert’s auch in unserem klassischen Topf! Viel Spaß beim Lesen

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Überraschungs-Kästchen, bei mir

Kennt ihr diese kleinen Holzkisten mit Gewürzen und einem Rezept darin? Ich hatte sie auch schon öfter mal in Geschäften gesehen, jetzt habe ich dieses Exemplar hier von meiner Mama geschenkt bekommen. Danke Mama!

Die Kästchen sind von Feuer & Glas. In deren Shop gibt es neben Gewürzen auch noch allerhand andere spannende Genuss-Dinge. Mein Kästchen ist für eine Art Eintopf namens Tajine du souk, ein Gericht der marokkanischen Nomaden. Es wird in Tontöpfen gekocht und auch auf Märkten zur Stärkung angeboten. Wahrscheinlich hat jede marokkanische Hausfrau oder Köchin ihr eigenes Rezept. Aber dieses hier klingt echt gut – und noch wichtiger, es schmeckt auch gut!

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Gewürze-Schatz, bei mir

Zum Glück kann man das Gericht auch in einem „normalen“ Topf kochen, eine Tajine besitze ich nämlich nicht. Ob es aus ihr besser schmecken würde. Vielleicht… Aber auf meine mitteleuropäische Art ist es auch ganz gut geworden! Los geht es mit den Gewürzen. In dem Kästchen sind Kurkuma, Orangenschale, Piment, Zimt (oben), Ingwer, Muskatnuss, Paprika, Kreuzkümmel (unten) drin. Was für eine spannende Mischung!

Außerdem findet sich noch ein Zettel darin, auf dem die restlichen Zutaten und natürlich das Rezept vermerkt sind.

Das Rezept

Erst einmal passiert bei diesem Rezept etwas ganz fantastisches mit eurer Küche. Plötzlich riecht es außergewöhnlich gut, so ungefähr muss es auf einem der Märkte in Marrakech duften! Auf jeden Fall ist der Duft so verführerisch, dass ich gleich meine Koffer packen möchte und Marokko besuchen. Okay, vorher verrate ich euch noch das Rezept 😉

Zutaten
4 Hühnerschenkel
10 EL Olivenöl
2 mittelgroße Zucchini
1 Aubergine
4 Tomaten
2 gelbe Paprika
8 Kartoffeln
400 g Kichererbsen
5 Knoblauchzehen
Safran & die Gewürze ausm Kästchen

So geht’s:
Wichtig. Wer getrocknete Kichererbsen benutzen möchte, muss sie mindestens 4 Stunden vor dem Kochen einweichen. Nicht vergessen, sonst verhungert ihr! Und los geht’s mit den Hühnerschenkeln, die schön sauber machen, gründlich abtupfen und mit Salz würzen. In einem großen Topf den grob gewürfelten Knoblauch zusammen mit den Schenkeln kräftig anbraten. Die Schenkel umdrehen und vorsichtig 0,5 Liter Wasser angießen. Jetzt kommen die geschälten und geviertelten Kartoffeln dazu. Je ein Drittel der Kästchen-Gewürze einstreuen, nicht vergessen die Muskatnuss zu reiben! Dann die Kichererbsen. Deckel auf den Topf und alles 15 Minuten auf kleiner Flamme kochen lassen. Das restliche Gemüse in Grobe Stücke schneiden und dazugeben. Weitere 8 Minuten bei geschlossenem Deckel weiter kochen (unbedingt testen, ob das Huhn gar ist. Siehe unten).

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Tajine du suk auf Karlsruher Art 😉

Kleines Problem: Ich hatte ziemlich große Hühnerschenkel – und die waren nach der angegebenen Kochzeit einfach noch nicht gar! Also habe ich sie bestimmt weitere 15 Minuten im Gemüse gegart. Dann war alles gut. So ein „Eintopf“ wird mit dem Kochen ja zum Glück immer besser. Ob das in der Tajine besser geklappt hätte? Keine Ahnung! Beim nächsten Mal würde ich es jedenfalls anders machen: Wenn das Huhn angebraten ist, werde ich es aus dem Topf nehmen und separat im Ofen garen. Dann wird es auch knuspriger. Wenn das Gemüse gar ist, werde ich die fertigen Schenkel noch einmal für 5 Minuten dazulegen. Und dann sollte es besser klappen!

Ach ja. Und weil ich dachte, dass es fantastisch passen würde, habe ich Sauerrahm mit Salz, Pfeffer und Schnittlauch gewürzt und als eine Art Dip zum Essen gereicht. Kam gut an!

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