Klassiker: Coq au Riesling

Ich habe einen Bräter geschenkt bekommen – Danke Jennifer! Bisher bin ich immer ganz gut ohne ausgekommen. Aber als ich zuletzt das Tajine-Gericht ausprobiert habe, wurde mir klar, so ganz ohne einen Bräter geht es irgendwie doch nicht… Und was mache ich nun damit? Schon wieder orientalisch? Nö! Diesmal gibt es einen französischen Klassiker. Hier kommt das Rezept!

Coq au vin ist ein französischer Klassiker. Übersetzt heißt es einfach „Hahn in Wein“. So ein Hahn schmeckt etwas „strenger“ als ein Huhn. Das ist so ein Männerding 😉 Aber da es auch in Frankreich eine Menge verschiedene Varianten des Geflügel-Gerichtes gibt, kann man getrost ein Hühnchen verwenden, wenn man keinen Hahn bekommt. Ich habe diesmal sogar „nur“ Hühnerschenkel genommen, damit kann ich das Gericht besser nach Bedarf portionieren.

Zu den Variationen des Coq au vin gehört es auch, dass verschiedene Weine zum Kochen benutzt werden. Das ursprünglichste Gericht kommt aus dem Burgund und wird mit dem kräftigen Rotwein der Region gekocht. Aber es gibt auch Abwandlungen mit Rotwein aus der Auvergne, mit Rosé aus dem Jura und – so wie dieses Rezept – mit Weißwein. Klassisch ist es ein Riesling, denn das Rezept stammt aus dem Elsass, gleich hier um die Ecke von Karlsruhe.

Das Rezept

Für das klassische Gericht sollte also eigentlich ein ganzes Tier verwendet werden, außerdem wird es über Stunden in eine Marinade aus Wein, Kräutern und Gemüse eingelegt. Wer es etwas schneller mag – oder schon ordentlich Hunger hat –, bekommt hier eine prompte, leckere Version, die in gut einer Stunde auf dem Tisch steht. Das Rezept ist für vier Portionen, lässt sich aber auch prima halbieren.

Zutaten
4 Hühnerschenkel (ohne Haut)
60 g Schalotten
50 g Butter
2 EL Olivenöl
500 ml Riesling
300 ml Geflügel-Fond
4 Stiele Thymian (oder getrocknet)
400 g Champignons
1 Knoblauchzehe
1 EL Zitronensaft
200 g Schlagsahne
4 Stiele krause Petersilie
Salz & Pfeffer

So geht’s:

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Coq au Riesling, bei mir

Die Hühnerschenkel von der Haut und überschüssigen Knochen befreien. Gut waschen, trocken tupfen und salzen.

Die Hälfte der Butter mit einem Schuss Olivenöl im Bräter erhitzen. Dann das Huhn hinein und von beiden Seiten gut 4 – 5 Minuten anbraten. Die Schenkel sollten gut Farbe nehmen. Dann das Huhn aus dem Bräter nehmen. Die Zwiebel fein würfeln und im Fett anbraten. Mit 300 ml Wein ablöschen. Alles so gut einkochen lassen, dass fast kein Wein mehr übrig ist. Dann den restlichen Wein und den Fond zugießen. Thymian hinzu und das Huhn. Abgedeckt für 30 – 45 Minuten (je nach Größe der Hühnerschenkel) kochen lassen.

In der Zwischenzeit die Pilze putzen und in gleichmäßige Stücke schneiden. Restliche Butter und Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Champignons hinzu. Braten. Wenn sie Farbe genommen haben, kommt der gewürfelte Knoblauch hinzu. Mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Zitronensaft ablöschen. Zur Seite stellen.

Das Huhn aus dem Bräter nehmen. Die Flüssigkeit deutlich einkochen lassen. Dann die Sahne in das reduzierte Fond-Wein-Gemisch geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Pilze und Huhn hinzu. Mit geschlossenem Deckel noch einmal für 5 Minuten kochen. Petersilie hacken und abschließend hinzugeben. Anrichten und Genießen.

Mein Fazit

Das Gericht hat eine schöne Riesling-Säure, die es leicht und frisch schmecken lässt. Ihr könnt es Low Carb ohne Beilage, mit Weißbrot oder Kartoffeln essen – die Soße will man nämlich nicht verschwenden!

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