Charity: CookForSyria

Seit 2011 herrscht in Syrien Bürgerkrieg. Ziemlich viele Mächte ringen um die Vorherrschaft. Blutig und ohne Rücksicht. Darunter hat vor allem die einfache Bevölkerung zu leiden. 4,8 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Haben alles verloren. Die meisten von ihnen fliehen über die Grenze. Leben in Nachbarstaaten. Auch dort unter schlimmsten Bedingungen. Manche nehmen all ihren Mut zusammen und wagen einen Neuanfang, z.B. bei uns in Deutschland. Und doch gibt es noch immer Menschen – auch Kinder – die in Syrien sind, traumarisiert und in Trümmern. Zwei Freunde haben in London ihre Leidenschaft für gutes Essen und ihr Mitgefühl für die Menschen in Syrien zusammengeführt. Herausgekommen ist u.a. das Kochbuch „#CookForSyria“. Mehr über das Buch und zwei Rezepte, die ich nachgekocht habe, findet ihr hier bei mir!

Ach ja! Wer mag, kauft doch bitte das Buch bei Amazon und spendet auf diesem Weg für die Kinder in Syrien.

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Kochbuch „#CookForSyria“

Das Kochbuch „#CookForSyria“ ist eine Nonprofit-Aktion zweier Freunde, Clerkenwell Boy und Serena Guen. Mit dem Gewinn aus dem Verkauf unterstützen sie Kinder in Syrien. Mit dem Kauf des Kochbuchs kann also jeder etwas Gutes tun und dabei (wenn er sich noch nicht auskennt) ein Stück neue kulinarische Welt kennenlernen.

Die Rezepte im Buch haben tolle Köche und Köchinnen aus aller Welt gestiftet. Sie sind traditionell syrisch, modern interpretiert und vor allem mit einer Vielzahl an Gewürzen aromatisiert. Unter den Köchen sind z.B. der Franzose Bruno Loubet, Sama Meibar, die ihr als @curly_sama bei Instagram findet, und Jamie Oliver. Insgesamt sind gut 100 Rezepte im Buch, die alle fantastisch bebildert sind. Sie sind in süße Sachen, Vorspeisen, Hauptgerichte geteilt. Und auf Englisch. Man braucht also vielleicht ein Wörterbuch, um genau zu wissen, womit man da kochen soll. Aber das sollte doch kein Problem sein! Außerdem macht es riesig Spaß, in verschiedenen Läden nach den Gewürzen zu fahnden. Viele davon gibt es ganz einfach im Supermarkt, bei anderen muss man schon ein bisschen länger suchen.

Und wer dann gekocht hat, darf gerne seine Gerichte unter dem #CookForSyria teilen 🙂

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Lachs Kibbeh von Bruno Loubet

Das ist ein rohes Lachs-Tatar, mariniert und mit selbst gebackenem Fladenbrot serviert. Ein bisschen Avocadomus ist auch dabei, die steht nicht im Rezept, ich fand’ sie aber ganz passend. Und dann noch eines: Zum Gericht gehört auch Granatapfel. Den sucht ihr auf dem Foto vergebens, denn ich habe ihn vergessen! Kann man das glauben, ich habe tatsächlich einen gekauft. Und dann vergessen. Vielleicht kümmere ich mich demnächst mal um Rezepte für die Gehirnleistung!!!

Das Rezept „Raw Salmon Kibbeh“

Für den Lachs:
400 g Lachsfilet
2 EL Schalotten, fein gewürfelt
1/2 TL Harissa
1/4 Zitrone, Zesten und Saft
1/2 TL Kreuzkümmel (Cumin), gemahlen
1EL frischer Koriander, gehackt
2 EL Natur-Joghurt
2 EL Olivenöl
2 EL Granatapfelkerne
Sumac, Salz, Pfeffer

Fürs Fladenbrot:
200 g Mehl
2 EL Olivenöl
4 Prisen Salz
100 g Wasser
1 Beutel Trockenhefe (7g)
1 Tropfen Orangenblütenwasser
1/2 TL Zucker

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Lachs-Rezept in „#CookForSyria“

So geht’s:
Ca. 12 Stunden vor dem Essen das Lachsfilet mit Salz, Pfeffer und Zitronenzesten würzen und in den Kühlschrank stellen.

Für das Fladenbrot die Hefe mit dem Zucker und dem Wasser verrühren. Dann 2 EL Mehl unterrühren. Alles an einen warmen Ort stellen bis es sich ca. verdoppelt hat. Dann die restlichen Zutaten unterrühren. Alles in der Küchenmaschine ca. 5 Minuten verkneten. Dann den Teig für mind. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Danach noch einmal 5 Minuten mit den Händen kneten und für weitere 10 Minuten in den Kühlschrank stellen. Immer gut abdecken.

Den Lachs in kleine Würfel schneiden und mit den restlichen Gewürzen in einer Schale mischen. Joghurt, Öl, Salz und Pfeffer mischen.

Den Brotteig in vier Teile teilen, dünn ausrollen und je eine Minuten von beiden Seiten grillen. Oder in der Grillpfanne braten, dann braucht ihr ca. 4 Minuten pro Seite.

Einen Brotstreifen mit Joghurt bestreichen, mit Lachs und Granatapfel belegen. Noch etwas Brot dazu – und fertig. Als Vorspeise oder leichtes Sommergericht servieren. Ihr werdet den orientalischen Geschmack lieben!

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Koosa Mahshi von Sama Meibar

Ich liebe gefüllte Paprika. Und im Charity-Kochbuch gibt es genau dafür ein Rezept. Und da sieht man es mal wieder – die Menschen – egal von wo – sind sich gar nicht so fremd. Klar, für das „Koosa Mahshi“ werden orientalische Gewürze verwendet und Lammfleisch. Aber am Ende kommt ein tolles Gericht heraus. Seht selbst!

Das Rezept für „Koosa Mahshi“

1,5 kg Paprika
3–4 Zitronen
1 Dose Tomaten, stückig
2 Knoblauch-Zehen, gehackt
1 Handvoll getrocknete Minze

Für die Füllung:
1 Tasse Reis, gewaschen
200 g Lamm-Hack, mit Fett
1/2 TL Kreuzkümmel (Cumin)
1 TL 7-Gewürze-Pulver
1 TL Salz

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Paprika-Rezept in „#CookForSyria“

So geht’s:
Mischt die Zutaten für die Füllung. Schneidet die Deckel von den Paprika ab. Schön vorsichtig, damit ihr sie später wieder draufstetzen könnt. Füllt die Reis-Lamm-Mischung in die Paprika, lasst dabei unbedingt ca. 2 Zentimeter nach oben frei!

Stellt die gefüllten Paprika in einen großen Topf. Füllt 1 Liter Wasser, den Saft der Zitronen und die Tomaten ein. Bringt alles zum Kochen. Dann schaltet den Herd zurück und lasst die Flüssigkeit mit den Paprika drin für ca. 45 Minuten köcheln.

Dann den Knoblauch und die Minze dazu. Noch einmal aufkochen und für eine weitere Minute kochen lassen. Die Paprika servieren. Den Sud könnt ihr als Suppe dazugeben. Und wenn ihr habt, auch etwas vom Fladenbrot (Rezept siehe oben).

Mein Fazit

Der Kauf des Kochbuchs hat sich allemal gelohnt. Es ist für einen guten Zweck und die Rezepte bringen eine ganz neue Farbe in meine Küche, z.B. mit Sumac (Sumach, Sumak) einem säuerlichen Gewürz der orientalischen Küche, das vom Essigbaum stammt. In meiner Küche riecht es ganz fantastisch!

Und es erinnert mich daran, dass es mir hier zu Hause ganz schön gut geht. Wir haben Frieden. Ich habe Arbeit, genug Geld für Essen, Kleidung und Reisen. Ein Grund mehr, Dankbar zu sein!

 

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