Rezension: Kaiseki / Karlsruhe

Ich war dann mal kurz zum Mittag im fernen Japan… Okay. Nicht ganz. Heute habe ich zum ersten Mal das Kaiseki in Karlsruhe besucht. Sattes Rot, Bambus, eine Geisha, ein kleiner Tempel, fließendes Wasser – im japanischen Restaurant fühlt man sich beim Eintreten gleich ein bisschen wie in einer anderen Welt.

wp-1475847166872.jpgIst das authentisch japanisch? Ich weiß es nicht genau, da ich noch nie zuvor in Japan war. Aber die asiatischen Bedienungen und die vielen japanischen Gäste erwecken bei mir zumindest diesen ersten Eindruck. Und das ist ja die Hauptsache.

Und hier kommt nun mein Eindruck vom Kaiseki: Der kleine gemütliche Laden ist sehr hübsch eingerichtet. Dunkle Möbel, weiche Stühle mit silbernem Samtbezug. Japanischer Nippes. Neben dem Gastraum mit Blick auf die Straße gibt es auch kleinere Séparées, die ich leider nicht genauer in Augenschein nehmen konnte, da sie besetzt sind. Und so komme ich schon zum ersten Punkt: Das japanische Restaurant ist mittags an einem Wochentag sehr gut besucht. Die Gästeschar ist gemischt. Familien, Geschäftsleute, Freunde. Viele asiatische Gäste kommen in den Laden zum Essen oder holen bestellte Speisen ab. Das ist doch ein gutes Zeichen!

„Kaiseki“ bedeutet übrigens „leichte Mahlzeit“, für die vorwiegend saisonale und frische Zutaten verkocht werden. Und so erwarte ich einiges vom Kaiseki in Karlsruhe, zumal die Bewertungen, die ich vorab gelesen habe, rundum positiv waren. Zum Mittag kann man aus verschiedenen Menüs wählen, zu denen eine Miso-Suppe, ein Salat, Dim Sum und ein kleiner Nachtisch gehören.

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Hausgemachte Limonade, Kaiseki, Karlsruhe

Ich habe Lust auf Sushi – und so bestelle ich das Sushi-Mittagsmenü. Es gibt aber auch Tempura, Udon-Nudeln oder Ramen mit z.B. gegrilltem Schweinefleisch. Während ich für diesen Text die Fotos noch einmal genauer betrachte, fällt mir auf, dass ich keine Dim Sum auf meiner hübsch angerichteten Platte habe (siehe oben)… Die hat in der Küche wohl jemand vergessen! Da ich dennoch satt aus dem Kaiseki rausgehe, ist’s nicht so schlimm 😉 Perfekt ist es natürlich trotzdem nicht, den vollen Preis bezahle ich nämlich schon…

Die Miso-Suppe ist sanft, um nicht zu sagen, sie ist ein bisschen langweilig. Etwas mehr Würze wäre schön gewesen. Der Salat hat ein tolles Dressing, das super intensiv nach Sesam schmeckt, und das Sushi ist sehr lecker. Die Insideout sind mit gegartem Fisch gefüllt. Das ist eine Variation, die ich solo so niemals bestellen würde. Aber sie schmecken dennoch. Der rohe Fisch in den anderen Sushi-Teilen ist frisch und schmackhaft. Und dann gibt es noch ein wenig Melone und eine Art frittierten Pudding zum Nachtisch. Der Pudding ist spannend – und süß! Zum Trinken habe ich eine hausgemachte Limonen-Limonade bestellt, die zum Glück nicht so süß und sehr erfrischend ist. Alles in allem hätte ich aber vielleicht doch das Ramengericht  mit Schwein essen sollen…

Mein Fazit

Die Bedienung im Kaiseki ist (freundlich gesagt) sehr zurückhaltend, ich mag es einfach ein bisschen herzlicher lieber. Das Sushi ist sehr gut. Leider finde ich nicht alles auf meinem Teller, was in der Karte angekündigt wird. Beim nächsten Mal würde ich wohl ein anderes Menü probieren – und dann auch auf dessen Vollständigkeit achten! Der Preis – ich bezahle rund 20 Euro – geht voll in Ordnung. Und auch das Ambiente ist sehr schön. Ich komme bestimmt noch einmal mit Freunden am Abend wieder, dann würde ich aber gerne in einem der Séparées sitzen. Die wirkten auf mich irgendwie noch japanischer 😉

Adresse:
Kaiseki
Karlstraße 58
76133 Karlsruhe

 

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