Base be Siap – scharfe Paste für Huhn

Holt euch den Duft und den Geschmack Balis nach Hause! Überall auf der indonesischen Insel duftet es ganz verführerisch – nach Kräutern und Gewürzen. Und zum Glück bekommt mal das allermeiste davon auch bei uns im Asia-Laden. Ich zeige euch, wie die gelbe Würzpaste (kein Curry!) gemacht wird, mit der auf Bali Huhn in Stücken oder auch im Ganzen mariniert wird. Die aber auch herrlich als lecker-scharfe Soßen-Grundlage funktioniert. Viel Spaß beim Nachkochen!

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Bunte Zutaten, bei mir

Auf Bali habe ich einen ganz wunderbaren Kochkurs gemacht. Und allerlei Rezepte mit nach Hause bekommen. Beim Gang durch den Asia-Laden – und mit Hilfe der netten Verkäuferin dort – habe ich festgestellt, dass man hier fast alle Zutaten für die würzigen Speisen bekommen kann. Also ran an den Speck! Hier noch ein Tipp für alle, die die Gelbe Paste „Base be Siap“ nachkochen möchten, besorgt euch unbedingt Einmalhandschuhe!

Die Zutaten

350 g Schalotten
190 g Knoblauch
75 g Galgant
25 g Candlenuts (alternativ Mandeln)
190 g Kurkuma (frisch)
25 g Chili (Bird’s eye)
30 g Palmzucker
100 ml Pflanzenöl
3 Stangen Zitronengras
4 Indonesischer Lorbeer „Salam“ (alternativ Kaffierlimettenblätter)
375 ml Wasser
1 TL Salz

So geht’s:

v.l.n.r.: Kurkuma, Kaffierlimettenblätter (getrocknet), Bird’s Eye Chili, Palmzucker, Zitronengras, Schalotten, Candlenuts, Galgant, Knoblauch

Schalotten, Knoblauch, Galant, Nüsse, Kurkuma und Chilis putzen und in ganz feine Würfel schneiden. Den Palmzucker fein reiben. Das Zitronengras mit dem Messerrücken platt drücken, halbieren.

Alle festen Zutaten (bis auf das Zitronengras und die Kaffierlimettenblätter) in einem Mörser zu einer sehr feinen Paste reiben. Wer sich diese sehr mühsame Arbeit nicht machen möchte, kann auch die Küchenmaschine verwenden (habe ich auch!). Aber Vorsicht: Der Kurkuma färbt alle hellen Plastikteile an eurer Küchenmaschine (wie auch eure Finger etc.) gelb ein.

Laut Originalrezept kommt die Paste mit allen restlichen Zutaten in einen Schnellkochtopf. Da ich keinen besitze, habe ich alles in einen großen normalen Topf gegeben und langsam zum Kochen gebracht. Dann alles bei geringerer Flamme für eine Stunde einkochen lassen. Anschließend die Kaffierlimettenblätter und das Zitronengras herausnehmen, alles abkühlen lassen (ist die Paste noch nicht „richtig“ ver- bzw. eingekocht, könnt ihr sie auch jetzt noch einmal mit dem Stabmixer bearbeiten).

Wichtig: Die Paste über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Sie hält sich in einem verschlossenen Gefäß eine Weile im Kühlschrank. Ihr könnt sie aber auch in einem Eiswürfelbehälter einfrieren. So habt ihr die perfekte Portion für eine Soße, die ihr mit Kokosmilch aufgießen könnt – und die dann nicht zu scharf ist!

Und was nun?

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Sate, bei mir

Die Balinesen benutzen die sonnengelbe Paste, die wirklich sehr scharf ist (wenn ihr es nicht ganz so scharf wollt, benutzt nicht die Bird’s Eye Chilis und kratzt auf alle Fälle Häutchen und Samen aus den Früchten!), um darin Hühnerfleisch einzulegen. So bekommt ihr beispielsweise einen tollen Geschmack an Hühner-Sate. Dafür je drei Fleischstücke längst auf Holzspieße stecken. Die Sate-Spieße mit der gelben Paste einreiben und ein wenig (oder auch über Nacht) einziehen lassen. Dann alles in die Pfanne oder auf den Grill.

Doch es gibt noch mehr, was ihr aus der Paste leckeres kochen könnt. Hier mein Lieblingsgericht:

Be Siap Base Kalas (Bali-Chicken à la Adina)

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Huhn und Soße, bei mir

Für zwei große Portionen: Zwei bis drei Hühnerbrüste in Stücke schneiden und mit zwei Esslöffeln Base be Siap bedecken. Alles gut umrühren und am besten über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Einen kleinen Mangold, 100 g Weißkohl, eine rote Paprikaschote. 100 g Schlangenbohnen (extra lange grüne Bohnen), zwei Hände voll Bohnensprossen – und alles andere, was euch an Gemüse gefällt – in etwa gleich große Stücke schneiden. Die Gemüse einzeln im Wok in Pflanzenöl anbraten, leicht salzen und zur Seite stellen.

Das eingelegte Huhn in Pflanzenöl rundum anbraten. Zwei große Löffel gelbe Würzpaste in den Wok geben. Mit 100 ml Brühe und 200 ml Kokosmilch aufgießen. Gut einkochen lassen bis das Huhn gar ist. Dann das Gemüse wieder dazugeben. Alles gut mischen.

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Lecker!

Nebenbei Reis kochen. Ihr könnt dazu einen Reiskocher benutzen, funktioniert aber natürlich auch im Topf. Der Reis macht nicht nur satt. Er hilft auch dabei, die Schärfe des Gerichtes auszugleichen. Wer es weniger scharf möchte, nimmt weniger Paste oder experimentiert ein wenig mit Brühe und Kokosmilch. Ihr könnt die Mischung so gestalten, dass es euch gut bekommt. So scharf wie die Balinesen isst man hier bei uns wirklich nicht…

Lasst es euch schmecken!

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