Wandern bei Edenkoben / Pfalz

Es ist mal wieder so weit. Ein Ausflug in die schöne Pfalz steht an. Diesmal geht es über Landau nach Edenkoben. Und dann nach Rhodt unter Rietburg, um dort die gleichnamige Rietburg zu besuchen. Und zum Glück muss man gar nicht unbedingt zur Burgruine hinauflaufen, man kann ganz gemütlich mit einer Seilbahn fahren. Das gefällt mir 😉

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Rietburgbahn, bei Edenkoben

Um die gegen 1200 erbaute Rietburg zu besuchen, müssen gut 220 Höhenmeter überwunden werden. Keine große Sache. Und darum kann man natürlich zu Fuß nach oben wandern. Wer darauf aber keine Lust hat, findet sich  an der Station der Rietburgbahn ein, die nahe dem ehemaligen bayerischen Königsschloss „Villa Ludwigshöhe“ liegt. Ich fahre natürlich mit der Bahn – und treffe auf der „Gegenbahn“ bekannte Gesichter! So ist das wohl, wenn man das traumhafte Umland besucht.

In breiten Doppelsesseln geht es in gemächlichem Tempo nach oben – kleine Kids und auch der eine oder andere Hund reisen auf dem Schoß eines Erwachsenen mit.

Auf der Hinfahrt sehe ich gar nicht so viel von der Umgebung, weil sich der grün bewachsene Berg vor meiner Nasenspitze auftut. Zum Glück geht es nicht gar so weit nach unten – ihr kennt das vielleicht aus den Alpen! Doch später bei der Rückfahrt wird es schön! Dann breitet sich die grüne Pfalz vor den Augen aus. Und man hat z.B. einen tollen Blick auf das berühmte Hambacher Schloss.

Oben angekommen, finde ich die Burgruine Rietburg gleich neben der Bergstation der Seilbahn. Ihren Namen hat die Burg von den Rittern Riet, die schon um 1149 bekannt – und wahrscheinlich auch berüchtigt waren. Später fiel das Gemäuer den Bischöfen von Speyer in die Hände. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie so ziemlich zerstört und Ende des 19. Jahrhunderts nach und nach renoviert. Bergfried und Mauer sind noch gut erhalten.

wp-1470569336483.jpgHeute steht ein Ausflugslokal dort, wo einst das Burg-Hauptgebäude war. Im gemütlichen Gastraum oder draußen auf der Terrasse werden Pfälzer Spezialitäten serviert: u.a. Saumagen, Würstchen und belegte Brote. Dazu gibt es süffiges Bier und natürlich den guten Pfälzer Wein – als typische Schorle oder pur. Ich habe mich für den Saumagen mit Sauerkraut und Brot entschieden. Und das war ganz schön schmackhaft!

Von der Terrasse des Lokals aus und drumherum habe ich trotz Wolken einen tollen Blick über Deutschlands größtes zusammenhängendes Weinanbaugebiet (Foto oben). Bei guter Sicht erkannt man den Dom zu Worms und den zu Speyer. Odenwald und Schwarzwald ragen in der Ferne auf. Hier oben gibt es zudem ein Wildgehege und Wanderwege.

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Auf dem Wanderweg, Rietberg

In gut 1,5 Stunden lege ich den so einigermaßen ausgeschilderten Rundwanderweg zurück. Richtig verlaufen kann man sich hier oben wohl nicht, dazu sind die Wege zu gut ausgebaut.

Im Wald ist es schön still, die Vögel singen und die Luft ist gut. Unterwegs begegnet man dem einen oder anderen Hochstand. Tiere habe ich aber keine gesehen. Die verstecken sich sonntags bestimmt, wenn die Wochenendausflügler unterwegs sind 😉

Nach dem Rundgang lohnt ein Besuch im Örtchen Edenkoben. Hier gibt es z.B. ein paar gute Eiscafés – die nächste Stärkung ist also unmittelbar möglich!

Info

Die Rietburgbahn ist von Juni bis Ende der Sommerzeit täglich geöffnet und fährt zwischen  9 und 17.30 Uhr (unter der Woche) und zwischen 9 und 18 Uhr an Wochenende und Feiertagen. Drumherum sind die Fahrtzeiten etwas eingeschränkt. Alle Infos gibt es auf der Homepage.

 

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