Rezension: Oishii / Karlsruhe

Jetzt gibt es schon einige Zeit das Oishii in Karlsruhe. Im japanischen Familienbetrieb wird vor allem Sushi angeboten, aber auch einige andere asiatische Leckereien. Der Clou in der Sushi Bar sind die Tablets, mit denen das Essen bestellt wird. Der Laden ist immer voll, eine Reservierung dringend empfohlen. Wie ich es dort so finden, lest ihr hier!

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Oishii, Karlsruhe

Der Laden in der Bürgerstraße ist modern und schön eingerichtet. Vor allem die dunklen Holztische und die Bar gefallen mir. Der Gastraum ist ziemlich groß – und abends meist knacke voll. Das spricht fürs Essen im Oishii, heißt aber auch, dass es im Restaurant immer laut und wuselig ist…

Push the Button

Klar gibt es eine Speisekarte im Oishii. Aber die ist eigentlich überflüssig. Denn der Clou ist das Tablet, mit dem man sein Essen in Runden bestellt. Abends gibt es ein All-you-can-eat-Menü. Wobei das so nicht ganz stimmt. Man kann zehn Runden lang immer fünf Portionen pro Person bestellen. Zwischen den Runden muss man zehn Minuten warten. Erst dann darf man wieder klicken. Ich kenne übrigens niemanden persönlich, der die zehn Runden schon einmal komplett geschafft hat! Darum ist es dann doch wieder irgendwie All-you-can-eat…

Neben den klassischen Sushi-Variationen gibt’s im Oishii Suppen & Salate (siehe oben), Sashimi (das man nur begrenzt bestellen darf!) und auch warme Gerichte. Ich hatte z.B. Gemüse (das nicht gut war) und krosse Ente (die sehr lecker war). Man kann also auch in den Laden gehen, wenn jemand dabei ist, der kein Sushi mag. Verhungern wird er garantiert nicht.

(K)eine Überraschung

Das Sushi ist von guter Qualität, auch wenn es nicht viel gibt, was man nicht schon wo anders gesehen hätte. Aber das wäre vielleicht auch etwas viel verlangt. Mir schmecken vor allem die Temaki, das sind die großen gefüllten Rollen, die wie Schultüten aussehen. Das Sashimi, gibt’s nur vom Lachs, war unglaublich dick und nicht komplett durchgeschnitten. Das ist unangenehm, wenn man mit mehreren Leuten zum Essen geht. Man will ja nicht mit den Fingern im rohen Fisch rumstochern, wenn davon auch noch die anderen probieren möchten! Dem ein oder anderen ist so ein dicker Brocken im Mund unter Umständen auch ein bisschen viel…

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Mango-, Litschi- & Matchaeis

Wir haben knapp fünf Runden geschafft, die letzte bestand aber nur noch aus dem wirklich leckeren Eis… Danach waren wir alle so richtig satt. Für mich fühlt es sich komisch an, nach dem Sushi essen einen so vollen Magen zu haben! Die 24,90 Euro fürs Essen gehen völlig in Ordnung. Vielleicht könnte man noch eine abgespeckte Version (ähnlich der Mittagskarte) anbieten, für alle, die sich nicht einfach nur den Bauch vollschlagen, sondern ein bisschen mehr genießen wollen.

Bei der Bestellung übers Tablet weiß ich immer noch nicht genau, wie ich das finden soll. Eigentlich ist es ganz witzig. Man muss nicht auf die Bedienung warten. Man kann sich seine Zeit und seinen Hunger selbst einteilen. Wenn man in einer größeren Gruppe unterwegs ist, wird man in Tablet-Teams geteilt. Das sprengt die Gemeinschaft. Und ist darum nicht wirklich kommunikativ. Für ein Date gilt das auch. Obwohl, wer Angst hat, dass er mit seinem Gegenüber nichts zu sprechen hat, für den könnte das Tablet ein Eisbrecher sein.

Und dann ist da noch eines: Die schweren, glatt lackierten Stäbchen. Die sehen unglaublich hübsch aus. Zum Essen finde ich sie nicht praktisch. Mit kürzeren, leichteren und nicht lackierten Stäbchen kann (zumindest) ich viel besser essen.

Mein Fazit

Das Oishii ist ein guter Laden. Das Essen schmeckt. Der Fisch ist frisch – was ja am wichtigsten beim Sushi ist. Technik-Fans kommen auch auf ihre Kosten. Mir persönlich ist ein heimeligeres Ambiente und eine charmante Bedienung aber lieber.

Ein Gedanke zu “Rezension: Oishii / Karlsruhe

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