Eisliebe: Mohn & Sauerkirschen

Manchmal erinnere ich mich an Nürnberg. Da habe ich mal gewohnt. Aber ich denke nicht an die Stadt oder die Franken oder meine Arbeit dort (nee, wirklich nicht…) Ich denke an das Quark-Mohn-Eis, welches ich dort immer mit Genuss verspeist habe. Und weil ich das seit meiner Zeit in Nürnberg nie wieder irgendwo gesehen habe, mache ich es jetzt eben selbst 😉 Hier geht’s zum Rezept. Nachmachen dringend empfohlen!

_20170709_133624Das tolle Quark-Mohn-Eis gibt’s in Nürnberg übrigens bei Kalahua Traumeis in der Nordstadt. Also ich hoffe, die haben das da noch… Was ich auch immer mochte? Man kann dort sein Eis auch in 1 L-Packungen abfüllen lassen und mit nach Hause nehmen.

Ich hingegen, die ich jetzt glücklich in Karlsruhe bin, brauche eine Alternative! Und weil ich schon länger ein Auge auf eine eigene Eismaschine geworfen habe, wohnt jetzt dieses elegante Schätzchen in meiner Küche. Die Eismaschine ist von Klarstein – und ich finde, sie sieht schon mal ganz toll aus! Viele Eismaschinen, die großen selbstkühlenden mal außen vor, haben immer diesen Bonbon-Farben-Look. Niedlich und rosa. Mag ich nicht so doll… Darum – und weil die Bewertungen im Netz so gut waren – habe ich diese hier in Schwarz und Grün erstanden.

Aber Achtung

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Ab ins Eisfach

Wenn ihr euch auch für eine Eismaschine wie diese entscheidet, dann müsst ihr bedenken, dass es eine Weile dauert, bis euer Eis fertig ist! Denn bei den Maschinen, die keine integrierte Kühlung haben (die sind dann aber auch echt groß und teuer), muss der Kühlbehälter erst für mind. 12 Stunden ins Eisfach. Und auch die Eismasse muss richtig kalt sein!

Ich habe meine beim ersten Mal einfach 24 h drin gelassen. Soll ja nichts schief gehen. Und so viel sei schon mal verraten: Es hat prima geklappt mit mir und dem neuen Mitbewohner… Außerdem bin ich ein bisschen froh, dass der Behälter überhaupt in mein Mini-Eisfach reinpasst.

Das Rezept

Zutaten für rund 800 ml Eis

2 Eier
1 Pk. Vanillezucker
80 g Zucker
200 ml Sahne
250 g Quark (40%ig)
60 g Mohn

So geht’s
Die beiden Eier mit Vanillezucker und Zucker in einer Schüssel aufschlagen. Einen Topf mit Wasser bei mittlerer Temperatur auf den Herd stellen. Eine zweite Schüssel mit Eiswasser vorbereiten. Die Eimasse weiter über dem Wasserbad aufschlagen. Immer kräftig rühren. Und dabei die Temperatur im Auge behalten. Wenn die Temperatur zu hoch ist, bekommt ihr Rührei. Wenn sie zu niedrig ist, bleibt die Masse zu flüssig.

Wenn die Eimasse hell und leicht eingedickt ist, ist sie fertig. Dann die Schüssel direkt ins Eiswasser stellen und weiter rühren bis sie abgekühlt ist. Die Schüssel im Eiswasser stehen lassen. Vorsicht, dass kein Wasser in die Masse gerät. Dann die Sahne steif schlagen und den Mohn vorsichtig und kurz in einer heißen Pfanne rösten.

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Fertige Eismasse

Gießt das Eiswasser ab und benutzt am besten die jetzt eh schon „kalte“ Schüssel, um alle Zutaten miteinander zu vermischen: die Eimasse, den Quark und den Mohn. Erst zum Schluss vorsichtig die Sahne unterheben. Wer keine Eismaschine hat, stellt die Masse jetzt eiskalt und rührt selbst alle Stunde einmal gut um. Nach ca. 12 Stunden ist das Eis fertig. So habe ich es auch bei meinem Avocadoeis gemacht, das ich vor ein paar Wochen noch ohne Maschine zubereitet habe.

Wer eine Eismaschine wie meine hat, stellt die Masse jetzt in den Kühlschrank bis sie gut durchgekühlt ist. Das sollte ca. in einer Stunde erledigt sein. Dann füllt ihr sie in die Eismaschine, verschließt sie und lasst die Maschine für 30 Minuten arbeiten.

Wer eine Eismaschine mit Kühlung hat, kann gleich mit der fertigen Masse starten.

Das Ergebnis

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Quark-Mohn-Eis mit Sauerkirsch-Kaltschale

Könnt ihr euch vorstellen, wie ich 30 Minuten lang mit dem Kopf über der Eismaschine hänge? Ja, so ungefähr 😉 Zum Glück hat die Maschine ein kleines „Loch“, um Zutaten nachzufüllen. Da kann man mal reinschauen, wie sich die Sache so macht. Vielleicht ist es auch ein bisschen wie Meditation, wenn sich der Rührstab in der Maschine dreht und dreht und dreht…

Jedenfalls hat es fantastisch geklappt! Nach 30 Minuten ist die Masse schön durchgefroren und fest. Ohne dabei hart und frostig zu sein. Absolut keine störenden Eiskristalle. Da es aktuell gefühlte 40 Grad hier in Karlsruhe hat, fülle ich die Masse dennoch gleich in eine Gefäß und stelle sie ins Eisfach. Ich kann ja eh nicht gleich 800 ml Eis verputzen. Oder doch?!?

Noch ein guter Punkt: Die Eismaschine lässt sich leicht reinigen. In der Anleitung steht, dass ich den Topf erst auf Zimmertemperatur bringen soll, bevor ich ihn mit Wasser reinige. Das mache ich gerade – und er ist immer noch sehr kalt. Ein gutes Zeichen wie ich finde, um beim nächsten Mal schon nach 12 Stunden mit der „Produktion“ zu beginnen!

Zum Quark-Mohn-Eis gibt es übrigens eine Kirschkaltschale aus Sauerkirschen. Die mache ich immer ein bisschen anders und ohne Rezept, aber HIER steht, was ihr wissen müsst. Die Kombination aus sauer und mild-süß passt ganz hervorragend!

Und jetzt überlege ich schon, welches Eis ich als nächstes mache…

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