Mehl, Tomaten, Zwiebel, Chili, Knoblauch, Senf, Paprika und Petersilie

Sepiapasta mit Gemüsesud

Sepia – oder Echte Tintenfische liefern richtig coole, tief schwarze Farbe, um beispielsweise Risotto oder Pasta auf natürliche Art und Weise einzufärben. Um die Farbe, die in kleinen Beuteln bei mir im Küchenschrank schlummert, in die Nudel zu bekommen, habe ich mich erstmals ans Thema „Pasta selber machen“ gewagt. Da ich noch immer ohne Küchenmaschine unterwegs bin, sind es Tagliatelle geworden, die gehen easy von Hand!

Tintenfisch, Farbe & Nudel

Die Tintenfischfarbe habe ich aus einem Feinkostladen in meiner Nähe. Wie so häufig, gibt es die Zutat zwar in Portionspäckchen, davon aber eben gleich ganz viele. Zum Glück hat dieses Produkt eine ziemlich lange Haltbarkeit… Im letzten Jahr habe ich ein Risotto damit eingefärbt, diesmal Nudeln. So ein Pastateig besteht aus wenigen Zutaten. Und ich gestehe, ich habe mir nicht einmal Gedanken über das „richtige“ Mehl gemacht. Sorry, liebe Italiener! Geklappt hat es fürs erste Mal aber dennoch richtig gut. Beim nächsten Versuch sollte alles vielleicht noch etwas dünner als bei diesem Mal ausgerollt werden (Fotos unten). Als Soße gibt es einen würzigen Gemüsesud aus Paprika, Zucchini und Tomaten, der natürlich auch zu jeder anderen Nudelsorte gut passt.

Zutaten (2 Portionen)

Pasta: 125 g Mehl
1/2 TL Salz
1 Ei (M)
2 EL Olivenöl
1 Päckchen Sepiatinte

Soße: 1 kleine rote Paprika
1 halbe Zucchini
1 kleine rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 kleine rote Chili
4 Sardellenfilets
3 Stiele Petersilie
1 EL Olivenöl
1 Dose Tomaten
Zucker
Salz, Pfeffer
1 EL scharfer Senf
2 EL Crème fraîche

Optional: 6 große Garnelen

So geht’s

Die Pasta

Mit Sepia eingefärbter Pastateig. Zu einer langen Rolle geformt, Streifen heruntergeschnitten.
  • Das Mehl zunächst sieben. Mit dem Salz mischen. Das Ei, 2 EL Wasser und 2 EL Olivenöl hinzugeben – alles zu einem glatten Teig verkneten.
  • Wer von Hand knetet – gerne mit Schmackes!
  • Mit etwas Mehl die Konsistenz der Nudeln von klebrig zu geschmeidig nacharbeiten. Der Teig sollte nicht mehr an den Fingern kleben bleiben.
  • Das Tintentütchen aufschneiden, auf den Teig geben und alles so miteinander verkneten bis sich die Farbe komplett im Teig verteilt hat.
  • Den Teig in Folie wickeln und für ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Dann die Arbeitsfläche bemehlen. Den Teig möglichst dünn mit einem Nudelholz zu einem Rechteck ausrollen. Immer wieder etwas Mehl darauf verteilen, damit der Teig nicht klebt.
  • Das Rechteck über die langen Seite aufrollen, um eine lange Rolle zu erhalten. Schmale Streifen von der Rolle abschneiden (siehe Foto rechts), die Tagliatelle aufrollen und mit Mehl bestäuben. Locker auf einem Teller lagern oder beispielsweise über einem Kochlöffel aufhängen (siehe Foto unten).
Ungekochte Sepiapasta hängt über einem Kochlöffel

Die Soße

Sepiapasta mit roter Gemüsesoße und drei Garnelen auf einem Teller angerichtet
  • Paprika und Zucchini waschen, putzen und in kleine Würfel schneiden.
  • Zwiebel, Knoblauch und Chili putzen und fein würfeln. Die Sardellenfilets grob hacken.
  • Die Stiele von der Petersilie abschneiden und in feine Stücke schneiden.
  • Das Olivenöl in einer Sauteuse heiß werden lassen. Die Paprikastücke hineingeben und weich dünsten lassen, dann die Zucchini hinzu. Kurz gemeinsam dünsten.
  • Zwiebel, Knoblauch und Chili hinzu und anrösten. Dann die Petersilienstiele hinzu.
  • Die Sardellenfilets unterrühren – und „schmelzen“ lassen.
  • Die Dosentomaten dazugeben, alles verrühren. Etwas Zucker hinzu, um die Säure auszugleichen. Salzen und Pfeffern.
  • Einen Esslöffel scharfen Senf unterrühren.
  • Deckel auf die Pfanne setzen und den Gemüsesud bei niedriger Hitze für mindestens 30 Minuten köcheln lassen.
  • Soße mit Crème fraîche und Salz & Pfeffer abschmecken.
  • Die Pasta in reichlich Salzwasser ca. 5 Minuten kochen. Wer Lust hat, brät ein paar große Garnelen, um das leckere Gericht zu vollenden!