Griechisch kochen: Saganaki

Verlängert euch den Sommer! Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, habe ich einen Roman geschrieben. In „Keine Liebe der Welt“ geht es um eine Dreiecks-Liebesgeschichte – und um die griechische Küche. Da die Story zu großen Teilen in der Küche einer Taverne spielt, findet ihr auch Rezepte im Buch. Heute möchte ich euch eines näher vorstellen: ein Garnelen-Saganaki.

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„Keine Liebe der Welt“ – überall im Handel

Saganaki ist eine sehr beliebte griechische Vorspeise. Der Begriff heißt ins Deutsche übersetzt „Kupferpfännchen“. Darum kann es sein, dass ihr ganz unterschiedliche Versionen in den Speisekarten der Restaurants findet. Zumeist ist es eine Art frittierter oder überbackener Schafskäse. Aber es gibt auch eine Version mit Garnelen und Tomaten. Und die ist wirklich großartig! Das Gute daran: Ihr könnt sie auch ganz ohne ein Kupferpfännchen nachkochen. Ich zeige euch im Roman und hier, wie das geht. Ihr werdet dieses Gericht lieben! Denn es ist frisch, passt als Vorspeise oder an heißen Tagen auch mal als leichtes Hauptgericht. Für die Tomatensauce, die das ganze umhüllt, habe ich auch ein Rezept für euch, das in „Keine Liebe der Welt“ das Geheimrezept in der Taverne ist. Ihr könnt aber auch einfach die Version benutzen, die ihr schon immer kocht und die euch und euren Lieben am besten schmeckt. 

Das sind die Rezepte

Zutaten für „Christos Tomatensauce“

Zutaten für die Tomatensauce

  • Für ca. 700 ml Tomatensauce
  • 4 bis 5 reife, große Tomaten
  • 1 große rote Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Chili nach Bedarf
  • 5 getrocknete Tomaten
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL Zucker
  • 25 ml Ouzo
  • 400 g Dosentomaten
  • 0,5 l Gemüsebrühe
  • Salz & Pfeffer, 1 TL mildes Harissa
  • Oregano, Thymian & Rosmarin

So geht’s:

Die Tomaten putzen, einritzen, mit heißem Wasser überbrühen, die Haut abziehen. Die Kerne entfernen & in grobe Stücke schneiden. Zwiebel, Knoblauch, Chili & getrocknete Tomaten grob hacken.

Das Olivenöl im Topf erhitzen, Zwiebeln, Knoblauch, Chili & getrocknete Tomaten farblos anbraten. Frische Tomaten dazugeben, kurz andünsten. Das Tomatenmark anrösten, Zucker dazu, beides karamellisieren lassen. Mit dem Ouzo ablöschen und gründlich einkochen lassen.

Die Dosentomaten und Kräuter dazugeben, mit der Brühe aufgießen, würzen. Ca. 30 Min. bei geschlossenem Deckel sanft köcheln lassen, dann noch einmal 10 Min. offen etwas einkochen. Zum Schluss pürieren, es dürfen aber ruhig ein paar Stücke bleiben. Mit frischer Petersilie abrunden

Zutaten für das Saganaki

  • Für ca. 4 Portionen
  • ca. 650 g geputzte Garnelen
  • 12 Riesengarnelen in der Schale
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 EL frische Petersilie
  • Stiele der Petersilie
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 rote Chili
  • 50 ml Ouzo
  • 700 ml Tomatensauce
  • 250 g Feta
  • Salz & Pfeffer
  • 3 EL frischer Oregano

So geht’s:

Die Garnelen waschen, kontrollieren, ob der Darm entfernt wurde. Bei den Riesengarnelen 2/3 der Schale lösen, das letzte Drittel am Schwanz dranlassen, Darm rausnehmen.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel fein würfeln, die Stiele der Petersilie abschneiden, fein hacken, ebenso Knoblauch & Chili. Zwiebeln in der Pfanne bei geringer Hitze einige Minuten dünsten. Stiele und Knoblauch dazugeben. Jetzt die Hitze in der Pfanne erhöhen, die Garnelen fest anbraten. Mit Ouzo ablöschen. Tomatensauce dazugeben. Alles einkochen.

Den Feta zum Schmelzen in die Soße geben, mit Salz (vorsichtig) & Pfeffer abschmecken. Zum Schluss frisch gehackte Kräuter dazu. Riesengarnelen separat braten und gemeinsam anrichten.

_20200830_130903.JPGDas leckere Ergebnis

Wenn der Feta in der Tomatensauce schmilzt, wird das Saganaki wunderbar cremig und samtig! Außerdem gibt der Käse eine schöne Salznote ab, darum seid vorsichtig mit dem Salz! Die Garnelen schmecken ganz leicht nach Anis, der besonderen Note des Ouzo. Wer mag, gönnt sich ein Gläschen zum Essen, am besten auf Eis. Dann ändert sich seine klare Farbe in ein milchiges Weiß. Alternativ zu den Garnelen könnt ihr auch Muscheln für das Gericht verwenden. Und auch wenn es auf dem Teller genauso gut schmeckt und aussieht – schaffe ich mir vielleicht doch noch ein Kupferpfännchen an – einfach für den perfekten Urlaubs-Look auf dem Tisch.

Das Garnelen-Saganaki ist in „Keine Liebe der Welt“ eines der ersten Gerichte, das die Protagonistin Sephi in der Taverne kennenlernt – und dann kochen lernt. Schaut doch mal ins Buch und schreibt mir, wenn ihr eines der Gerichte ausprobiert habt!