Schnell mal nach London

Kreditkarte, bequeme Schuhe und gute Laune – mehr brauche ich eigentlich nicht für einen City-Trip nach London. Und so habe ich diese drei Dinge eingepackt und mich diesen Herbst mal wieder auf den Weg gemacht. Kommt doch mit!

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The Caesar, London Bayswater

Ich liebe London! Und weiß, damit bin ich nicht alleine… Die unzähligen Blog-Posts über die spannende Metropole belegen das. Und jetzt gibt es hier bei mir noch einen mehr 😉

Vorne weg: Ich habe Bayswater als meinen Lieblings-Stadtteil zum Wohnen auserkoren. Er erstreckt sich rund um die Paddington Station, so dass man ihn super per Zug, Tube und Co erreichen kann. Außerdem ist er einfach wunderschön. Kleine grüne Parks, prächtige viktorianische Hausfassaden – auch bei meinem diesmal gebuchten Hotel The Caesar.

Um die Ecke sind gleich der Hyde Park mit z.B. dem Kensington Palace, der Queensway mit z.B. einer Vielzahl chinesischer Restaurants – hier hängen die gebratenen Enten im Fenster… Und auch Notting Hill und Oxford Street sind nur einen Katzensprung entfernt.

In London gibt es 1000 Dinge zu sehen. Viele davon mag ich so gerne, dass ich sie bei jedem Besuch neu entdecken möchte. Aber ich nehme mir auch immer vor, etwas neues anzuschauen. Aber: Bloß keinen Stress. Man kann niemals alles sehen. Also mache ich lieber ausgiebige Pausen, trinke Kaffee und beobachte die Leute um mich rum.

Kaffee und Sightseeing

Und eine prima Kaffeepause macht man gleich mal im Attendant, einem ehemaligen Klohäuschen (27a Foley Street). Hier legt man Wert auf guten Kaffee, okay. Aber das eigentlich witzige ist natürlich die Örtlichkeit. Es geht ab nach unten. In ein ehemaliges öffentliches Klo. Und das hat man auch ganz charmant erhalten. Z.B. mit den Keramikschüsseln, die die begrenzten Plätze von einander abgrenzen.

Das Ziel aller Heathrow-Express-Fahrer – und noch einiger Leute mehr – ist die Paddington Station. Der Bahnhof ist zum einen einer der Knotenpunkte der Stadt, und zum anderen kommt man von hier aus auch zu anderen Ecken des Landes. Nur ein paar Meter hinter diesem trubeligen Ort wird es plötzlich ganz ruhig. Hier liegt Little Venice. Die vielen Brücken über Grand Union Canal und Regent’s Canal erinnern tatsächlich ein wenig an Venedig. Hier liegen viele Hausbote, manche schön geschmückt. Es lohnt sich auf jeden Fall, hier gemütlich spazieren zu gehen. Ein bisschen laufen, die Seele baumeln lassen und im Waterside Café (Warwick Cres) gleich noch eine Kaffeepause einlegen – oder auch eine Kleinigkeit essen.

Auch wenn ich bisher immer Glück hatte, manchmal regnet es in London tatsächlich… Doch auch das ist kein Problem. Weit über 100 Museen bieten ein Dach über dem Kopf und herrliche Erlebnisse. Diesmal steht das Museum of London auf meinem Plan, denn hier war ich vorher noch nie. Die Meinungen über das Haus sind geteilt. Die einen finden es großartig. Die anderen denken, hier stehen alle Exponate, die die anderen Museen in London nicht wollten… Ich finde, wer die Geschichte der Stadt näher erleben will – die Pest, das große Feuer… – und Kinder dabei hat, der ist hier gut aufgehoben. Es gibt allerlei Mitmach-Stationen, Filme werden gezeigt und man erfährt alles über London – auch schon zu Zeiten, als dort noch gar keine Stadt war.

Wer es (wie ich) ein bisschen schicker mag, geht lieber ins British Museum. 8 Millionen Objekte kann man hier bestaunen! Darunter befinden sich auch die Original-Friese des Parthenon-Tempels der Akropolis in Athen. Der britische Diplomat Lord Elgin hat sie um 1800 nach London gebracht. Ob die Friese da tatsächlich heute immer noch hingehören, darum wird freilich trefflich gestritten…

Wie alle staatlichen britischen Museen sind auch diese beiden übrigens kostenlos zu besichtigen! Über eine kleine Spende freut man sich natürlich trotzdem.

Seit einiger Zeit ist der Sky Garden (20 Fenchurch Street/Eintritt frei) ein beliebtes Ziel für London-Touristen. Für mich ist es diesmal das erste Mal. Wer rauf aufs Walkie Talkie – so der nicht sehr nett gemeinte Spitzname des Fenchurch Street Towers – will, muss vorher einen Platz reservieren! Wer dann die Schlange vor dem Fahrstuhl und die Sicherheitskontrolle passiert hat, kann in 155 Meter Höhe den Blick über London genießen. Hier oben gibt es neben dem „Garten“ auch Cafés und Restaurants. Ich habe mich mal an den Ausblick gehalten – und versucht, meine Orientierung zu schulen. Der Tower kommt einem von hier oben wirklich richtig mini vor!

Eines meiner Lieblingsziele in London ist ganz klar Covent Garden. Der Stadtteil an sich – und die alte Markthalle. Hierin schmettert gerade eine Opernsängerin eine Arie. Manchmal gibt’s auch Popmusik oder Artistik zu bestaunen. In den kleinen Geschäften und an den Marktständen lässt es sich herrlich stöbern. Und natürlich gibt es auch hier reichlich Gelegenheit für eine Pause – eure Füße werden es euch danken! Es gibt süße Cafés und auch Restaurants, z.B. das Jamie’s Union Jacks, ein Pizza- und Fleisch-Hotspot des TV-Kochs.

Wenn ihr schon mal in Covent Garden seid, dann lohnt sich für „James Bond“-Fans ein Gang ins London Film Museum (45 Wellington Street/Eintritt: 14,50 Pfund). In der „Bond in Motion“-Ausstellung sind so ziemlich alle 007-Fahrzeuge aus den Filmen ausgestellt. Die einen in einwandfreiem Zustand, die anderen nach einigen Stunts ziemlich ramponiert.

Und dann gibt es hier noch ein buntes Kleinod. Neil’s Yard ist ein Hinterhof mit Lokalen und vor allem bunt angemalten Hausfassaden. Wer mal bei Instagram nach #neilsyard schaut, bekommt viele schöne Impressionen.

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St Pauls, London

Ein Wahrzeichen Londons ist St Pauls – bei blauem Himmel ist die Kathedrale gleich noch einmal so schön. Wer die 18 Pfund Eintritt lieber in neue Klamotten oder so investieren mag – was ich gut verstehen kann –, der findet gleich nebenan das One New Change. Im Einkaufszentrum aus viel Glas und Stahl gibt’s jede Menge Klamotten-Läden und Restaurants. In den Straßen drumherum ist auch einiges los. Lasst euch einfach treiben!

Beim aktuellen London-Trip war ich übrigens auch noch in Greenwich – zum ersten Mal. Der etwas abseits gelegene ruhige Stadtteil mit dem Nullmeridian hat mir übrigens so gut gefallen, dass ich ihm hier einen eigenen Eintrag widme!

 

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