Eine Runde Schottland: Glasgow

Und schon wieder blauer Himmel! Wenn Engel reisen – oder aus welchem Grund auch immer, aber ich hatte wirklich tolles Wetter im Herbst in Schottland. Klar gab’s auch mal Regen (Foto weiter unten!). Aber alles in allem kann ich mich wirklich nicht beschweren. Auch Glasgow begrüßte mit mit strahlendem Sonnenschein. Und ich begrüße euch zu einer weiteren Runde Schottland!

Vor meiner Reise nach Schottland habe ich einiges gehört. Eines hat sich immer wiederholt, und das war die Aussage, dass alles großartig ist, nur Glasgow… Ach, irgendwie nicht so doll… Davon habe ich mich natürlich nicht abschrecken lassen! Und bin belohnt worden. Klar, Glasgow ist eine Arbeiterstadt. Kein Zuckerguss. Aber nach all den Schlössern und niedlichen Dörfern fand ich die größte Stadt Schottlands einfach nur fantastisch!

Am River Clyde

Auf Gälisch heißt Glasgow übrigens „dear green place“. Und wie zum Beweis gibt’s so ungefähr 60 Parks in der Stadt – und die waren im Herbst natürlich nicht nur grün 😉 Aber auch ein Spaziergang am River Clyde lohnt. Hier – und auch in der Stadt – sieht man tolle moderne Architektur. Die „alte“ Innenstadt ist sehr britisch – und ein Shopping-Paradies. Und dann die Museen! Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und das zumeist kostenlos, wie es mit staatlichen Museen auf der Insel eben so ist.

Ein spannendes Museum ist das Riverside. Hier sind u.a. tolle Oldtimer ausgestellt, historische Straßenzüge von Glasgow nachgebaut und das beste, man darf überall anfassen, raufklettern, hineingehen… Ein Museum für alle, aber wer mit Kindern unterwegs ist, sollte hier unbedingt hingehen!

Auf der Fregatte

Gleich „um die Ecke“ findet man das The Tall Ship. Die alte Fregatte wurde 1896 gebaut und hat insgesamt vier Mal die Welt umrundet. Besucher dürfen überall hineinklettern, wer mag, darf sogar mal das Deck schrubben. Hab ich mir gespart… Zu entdecken gibt’s auch so einiges: Die Unterkünfte für das „Fußvolk“ waren sehr spartanisch. Der Kapitän hatte immerhin eine eigene Badewanne!

Wer es weniger rustikal mag, ist im Kelvingrove Art Gallery & Museum gut aufgehoben (Eintritt frei!). Während ich dort war, gab es gerade ein Orgelkonzert! Die bunten Köpfe sind weithin bekannt, dann aber doch cool anzuschauen. Ansonsten sollte man sich viel Zeit nehmen, um durch die unzähligen Räume zu spazieren und Kunst und Geschichte so richtig zu genießen! Wenn ihr zu mehreren unterwegs seid und einer keine Lust auf Museum hat, dann kann er gleich gegenüber in der Glasgower BrewDog-Filiale warten und dabei ein gutes Bier trinken…

Gelohnt hat sich auch ein Ausflug ins nähere Umland von Glasgow. Im Südwesten der Metropole findet ihr Craignethan Castle. Oder besser, seine Ruine. Das Schloss ist aus dem 16. Jahrhundert und hat unterirdische Kammern mit Schießscharten, aus denen es früher verteidigt wurde. Die machen es einzigartig in Großbritannien. Genutzt hat es seinen Bewohnern nicht viel, denn das Schloss wurde überfallen und eingenommen… Ich hätte mich sehr gerne noch länger mit der Geschichte von Craignethan Castle beschäftigt. Leider hat mir ein Mega-Schauer einen Strich durch die Rechnung gemacht. Man konnte quasi die Hand vor den Augen nicht sehen. Und in der Ruine zog es wie doll!

Craignethan Castle war übrigens nicht mein einziger Ausflug ins Umland von Glasgow. Mehr findet ihr HIER!

FUSSBALL

Als Fußball-Fan – und weil ich von einem guten Freund quasi gezwungen wurde – war ich schließlich noch in Hampden Park, dem ältesten Fußballstadion der Welt. Die zwei großen Fußball-Teams in Glasgow haben ihre eigenen Stadien. Aber hier werden Pokal- und Champions-League-Spiele ausgetragen, zudem spielt hier die Nationalmannschaft. Und die traf kurz vor meinem Besuch auf das deutsche Team. Ich konnte fast noch den Schweiß von Schweini und Co riechen… 😉

Im Stadion gibt’s neben Sitzplätzen, den zwei Toren und dem grünen Rasen auch ein Museum. Wer sich für die Geschichte des runden Leders interessiert, ist hier absolut richtig! Durchs Stadion werden Touren angeboten, da musste ich natürlich mit! Und weil ich ein Glückskind bin, war ich ganz alleine dort und hatte eine Privatführung. Ein Spaß. Man kommt in die Katakomben, in die Kabinen, auf den Rasen… Ach, ein Spaß!

Der Stadtteil rund ums Stadion ist übrigens auch spannend. Hier ist es gar nicht touristisch. Vielmehr sieht man die echten Glasgower, wie sie zum Metzger gehen oder im Pub ein Ale zischen.

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