Eine Runde Schottland: Edinburgh

Meine liebe Freundin Heike liebt Schottland. Ich „liebe“ Gerard Butler, einen schicken Schotten. Seit letztem Jahr bin ich Links-Fahr-Profi und ein See-Ungeheuer wollte ich schon immer mal sehen. Also gut. Auf nach Schottland, zu den Dudelsäcken und den Männern im Rock. Sechs Stationen, drei Wochen und ein kleines Auto. Erster Halt: Edinburgh.

Wer in Edinburgh ist, kommt nicht am Edinburgh Castle vorbei. Das imposante Gebäude thront hoch über der Stadt und ist natürlich ein Touristen-Magnet. Mein Glück im Unglück: Ich kann an neuen Orten und in unbekannten Betten nicht besonders gut schlafen. Also war ich ziemlich früh wach – und ziemlich zeitig auf dem Weg zum Edinburgh Castle. Ein früher Besuch lohnt sich auf jeden Fall, das Castle ist auch dann gut besucht, aber die Massen kommen erst noch!

Der Aufstieg zum Edinburgh Castle hat es in sich. Lohnt sich aber auf jeden Fall. So nähert man sich dem edlen Haus langsam und mit Bedacht 😉 Der Eintritt ist nicht ohne – 16,50 Pfund + 3,50 Pfund für den Audio Guide – aber man bekommt auch einiges geboten: einen sagenhaften Ausblick, die charmante St. Margaret’s Chapel, das unterirdische Gefängnis, die Kron-Juwelen…

Whiskey, Wolle, Wohlgefühl

Verlässt man das Edinburgh Castle, befindet man sich mitten in der wunderschönen Altstadt von Edinburgh. Hier gibt es (neben den klassischen Touri-Shops mit Whiskey, Klamotten aus Schafwolle, Postkarten und Co.) jede Menge zu besichtigen und zu bestaunen. Wenn der Himmel blau ist und die Sonne scheint, strahlt sogar der graubraune Sandstein, aus dem hier die meisten Häuser sind. Und manchmal entdeckt man sogar ein bisschen versteckte Farbe!

Zu den Klassikern für Edinburgh-Touristen zählen Untergrund-Touren und The Real Mary Kings Close. Beides habe ich natürlich auch mitgemacht… Mit einem „Untoten“ durch die Stadt und unter sie, das war ein echtes Erlebnis. Er hatte einige Geschichten über Verbrecher, Gehängte, die wieder zum Leben erwachen, und ziemlich düstere Zeiten auf Lager. Im Museum The Real Mary Kings Close bekommt man seine spannende Geschichts-Lektion in traditionellen Kostümen und historisch hergerichteten Räumen.

Scott & Stevenson

Sehr gut gefallen hat mir auch das Writers‘ Museum – wie in allen staatlichen Museen in GB ist der Eintritt hier frei. Es zeigt Leben und Wirken der großen Drei Schottlands: Robert Burns, Sir Walter Scott und Robert Louis Stevenson. Es ist mit Liebe zum Detail eingerichtet und charmant ausgestattet – wie ich es eigentlich überall in Schottland erlebt habe!

Sie ist die am längsten regierende Monarchin in Großbritannien – die Queen. Und hier in Holyrood Palace wohnt die Königin, wenn sie in Edinburgh besucht. Sie war gerade nicht da… Und ich habe mich mit einem Blick von Außen begnügt. Die (allermeisten) Schotten haben das historische Datum gefeiert: Am 9. September um genau 17.30 Uhr hat Elisabeth II. Königin Victoria (1819-1901) überholt. Weltweit sitzt nur Thailands König länger auf seinem Thron.

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Holyrood Palace, Edinburgh, September 2015

In der königlichen Familie ist Gin ja auch sehr beliebt, zumindest wurde es von Queen Mum (1900-2002) so übermittelt… Und weil ich die alte Lady Elizabeth Bowes-Lyon, so der Geburtsname der echten Schottin, so gern mochte, mag ich auch ihren Lieblings-Drink. In den letzten Jahren erlebt der Gin eine neue Glanzzeit, feine Sorten mit regional verschiedenen Aromen werden immer beliebter. Und so habe ich der ortsansässigen Edinburg Gin (EG) Distillery einen Besuch abgestattet. Hier gibt’s (den ganzen Tag über) verschiedene Touren und Verkostungen. Meine fand um 12 Uhr statt, mit Gin Tonic als krönenden Abschluss. Der restliche Tag war dann sehr beschwingt…

Gute Nacht

Übernachtet habe ich übrigens im kleinen St. Valery Guest House, einem typischen B&B. Mein Einzelzimmer lag im Souterrain, so wie man es aus englischen Stadthäusern kennt. Und obwohl es quasi im Keller war, war das Zimmer hoch und hell. Der Empfang war freundlich, das Frühstück okay, die Lage prima. Für einen Städte-Trip absolut okay!

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St. Valery Guest House

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