Mein Date mit dem Thermomix

Alle Welt will den Thermomix. Alle Welt? Ich will ihn nicht, habe aber ehrlich gesagt auch gar keine Ahnung, was das Ding von Vorwerk so alles kann. Also lasse ich mich auf einen Thermomix-Abend einladen. Meine Kollegin Laura richtet das Event in ihrer Küche aus – und hat schon mal den Sekt für uns Gäste kalt gestellt…

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Der TM5 von Vorwerk

Da ist das Schmuckstück, das aktuell immerhin 1190 Euro kostet und auf das so viele Leute zwölf Wochen warten – so groß ist die Nachfrage! Wow. Fliegt der Thermomix mich auch zum Mond? Nein, tut er nicht. Dafür kann man in ihm Schrot mahlen, Teig kneten, kochen, dünsten… Was genau und wie alles funktioniert, erklärt die nette Thermomix-Dame – die zum Verkaufsabend zu meiner Kollegin nach Hause kommt – am Objekt. Wir „Interessentinnen“ sind zu fünft. Jede von uns muss mal ran: Rezept über das Display suchen, Zutaten einfüllen, Knöpfchen drück, Rädchen drehen. Nach gut 1,5 Stunden sind einige Gerichte fertig: ein Baguette mit Aufstrich, Reis und Gemüse, Brokkoli-Salat & Eis.

Was mir gefällt

Das Eis ist lecker. Und man kann selbst über Zucker- und Fettgehalt entscheiden. Richtig begeistert bin ich vom Brot. Der starke Motor des Thermomix knetet so gründlich und fest, dass kann ich mit der Hand nicht so gut machen. Alles geht ruckzuck, ein Plus für gestresste Mütter…

Was mir nicht gefällt

Gemüse und Reis werden viel zu weich. Aber das kann man wahrscheinlich regulieren. Röstaromen gibt’s im Thermomix keine. Also muss man sein Steak auch weiterhin in der Pfanne braten. Alles geht ruckzuck, ein Minus für „Handwerker“ und Genießer. Ich rühre gerne im Risotto, auch 40 Minuten lang. Ich habe gern Töpfe auf dem Herd. Und ich schlage sogar Eischnee von Hand, weil das irgendwie so schön sinnlich ist…

Am Ende des Abends versucht die nette Thermomix-Dame, mir einen solchen Abend in meiner Küche aufs Auge zu drücken. Das geht nämlich auch, wenn man noch kein Gerät besitzt. Dann bringt sie es einfach mit. Meine Einwände gegen das Gerät – ich habe keinen Platz in meiner Küche, ich bin Single, koche gar keine großen Mengen… – lässt sie nicht gelten. Gerade für Singles sei das Modell TM5 prima geeignet. Die Pro-Argumente habe ich schon wieder vergessen. Sie können wohl nicht sehr stichhaltig gewesen sein 😉

Mein Fazit

Ich hatte einen netten Abend mit vier Frauen, drei Gläsern Sekt und mein Magen wurde auch gefüllt. Die 1190 Euro bleiben auf meinem Konto und fließen genau so wie sie sind in meinen nächsten Urlaub!

Ein Gedanke zu “Mein Date mit dem Thermomix

  1. Pingback: Genuss-Quartett der Woche XXIII | adinakocht

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