Ausflug nach Eisenach: die Wartburg

Montag, Dauerregen. Was tun, wenn man – wie ich – bei schlechtem Wetter im schönen Thüringer Wald unterwegs ist? Da bleibt eigentlich nur eines: ein Besuch auf der Wartburg in Eisenach. Das UNESCO Welterbe ist eines der wenigen Museen des Landes, das man auch am üblichen Ruhetag-Montag besuchen kann, inklusive Führung!

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Eintrittskarte für Führung und Museum

Die Mauern, der Turm – ich habe ein klares Bild der Wartburg vor meinem inneren Auge. Doch während ich motiviert den steilen Aufstieg absolviere, versperren Felsen und Wald den Blick auf das monumentale Prachtstück. Wo ist denn bloß die Burg?! Ungeduldig laufe ich schneller, nehme die (fast) letzten Stufen mit Schwung und sehe erste Mauern vor mir. Noch immer nicht ganz das, was ich erwartet habe zu sehen, aber gleich ist es geschafft, nur noch ein paar mehr Stufen. Und dann ist es endlich geschafft!

Informativer Rundgang

Für einen ersten Blick in den Hof mit Fachwerkhäusern, Torbögen und Turm bleibt nur kurz Zeit – ein neuer Regenguss und die anstehende Führung (9 Euro) treiben alle Besucher in den Palas, die eigentliche Hofburg. Gespickt mit Anekdoten, kleinen Scherzen und ganz vielen Informationen zeigt der Rundgang Pferdestall, Ess- und Schlafzimmer. Wer an die Wartburg denkt, der denkt sicher an Martin Luther, den Papst, die Bibelübersetzung, das Tintenfass und den Teufel. Und davon bekommt man ganz viel. Viel spannender finde ich aber die Geschichten rund um Elisabeth von Thüringen (1207-1231): Als fromme Königstochter geboren, wandte sie sich schon in jungen Jahren der Armutsbewegung ihrer Zeit zu. Sie setzte Reichtum und Arbeitskraft für die Armen und Kranken ein – und wurde, obwohl sie schon im zarten Alter von 24 Jahren starb, zu einer Legende. 1235 wurde sie schließlich von Papst Gregor IX. heilig gesprochen. Die Heilige Elisabeth – ein beeindruckendes Frauenleben im Mittelalter, das bis heute nachwirkt!

Zauberhafter Festsaal

Das Highlight des Rundgangs ist für mich allerdings der Blick in den Festsaal, der sich über die gesamte Länge und Breite des Palas erstreckt. Die fantastische Akustik des Raumes macht ihn noch heute zu einem sehr beliebten Konzertsaal. Infos und Tickets gibt es z.B. hier. Aber nicht nur heute sind Besucher von diesem prächtigen Saal begeistert. Ein früher Fan war der bayerische „Märchenkönig“ Ludwig II. Er ließ den Festsaal auf Schloss Neuschwanstein kopieren!

Mein Fazit

Der Aufstieg zur Wartburg lohnt sich natürlich nicht nur bei Regen und an einem Montag! Wer an einem schönen Sommertag kommt, hat die Chance auf ein Erinnerungs-Foto mit blauem Himmel und einen Eselritt. Vor allem Kinder können dann den Weg hinauf auf dem Rücken der Tiere zurücklegen!

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