Genuss-Quartett der Woche 75

In dieser Woche habe ich viel über Schubladen nachgedacht. Schubladen, in die man andere steckt. Schubladen, in denen man selbst zu stecken scheint. Und Schubladen, die andere für einen vorgesehen haben, ob sie dich kennen oder nicht. Es passiert uns allen, dass wir uns eine Meinung bilden, manchmal vorschnell. Dabei verpasst man vielleicht etwas oder jemanden. Ich jedenfalls habe mir (schon länger) vorgenommen, weniger vorEINgenommen zu sein. Jemanden nicht als doof abzutun, auch wenn er mir doof kommt. Es lohnt immer, noch einmal nachzufragen. Sich Argumente anzuhören – immer vorausgesetzt das Gegenüber hat auch welche… Und dann stellt man manchmal fest, dass der andere nix für einen ist. Und das ist gar nicht schlimm. Schlimm wäre, jemanden z.B. aufgrund eines Missverständnisses in eine Schublade zu stecken, dort „vergammeln“ zu lassen und am Ende einen tollen Menschen verpasst zu haben.

So. Genug des Philosophierens. Da bekommt man ja glatt Hunger! Und eigentlich geht es hier ja auch um die schönen Dinge des Lebens. Und dazu zählt nun einmal gutes Essen. Also schaut euch an, was diese Woche im Genuss-Quartett steckt – wie immer selbst gekocht (ganz unten) und selbst bestellt. Viel Spaß.

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Tagliatelle mit Seeteufel und Lachs, La Cittadella, Mannheim

Los geht es mit diesem fantastischen Pasta-Gericht, das ich in Mannheim im italienischen Restaurant La Cittadella gegessen habe. Ich war dort mit einer Freundin, bevor wir zu einer Lesung gegangen sind. Wir waren ein bisschen früh dran, wurden aber sehr nett begrüßt und mit dem besten Bruschetta verwöhnt, das ich seit langer Zeit hatte. Zum Hauptgang genoss ich dann diese tollten Tagliatelle mit Seeteufel und Lachs. Die Italiener können es einfach!

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Russischer Zupfkuchen, Café Juli, Karlsruhe

Süßes geht ja immer 🙂 Dieses fantastische Stück Russischer Zupfkuchen habe ich im Café Juli in Karlsruhe am Gutenbergplatz verspeist. Das Café ist ganz klein, sehr hübsch eingerichtet und bietet neben Frühstück auch leckeren Kuchen. Geht mal vorbei und gönnt euch ein großes Stück! (Ist das Milchkännchen nicht niedlich?! Schade, dass ich keine Milch mag, sonst hätte ich gerne so ein Mini-Dings in meiner Küche.)

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Gyros, Lamm-Spieß und Pommes, Sirtaki, Karlsruhe

In der Karlsruher Innenstadt gibt es das Sirtaki – ein (obwohl recht groß) uriges griechisches Lokal. Die Speisen sind üppig. Und mit dem Ouzo sind sie auch nicht geizig. Nach dem Genuss von Tzatziki und Co hatten meine Freundin Christine und ich jedenfalls eine ordentliche Knoblauch-Fahne. Das besonders Gute an meinem Gericht war der Lamm-Spieß, denn das Fleisch war sehr zart und zu meiner Freude nicht trocken gebraten.

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Rinder-Gulasch mit Kohlrabi-Spaghetti, bei mir

Und zum guten Schluss gibt es noch was aus meinem Kochtopf: Gulasch mit Kohlrabi-Spaghetti (der neue Gemüse-Twister lässt mir keine Wahl…)

Das Rezept

1 kg Rindfleisch (Schulter, Suppenfleisch etc.)
500 g Zwiebeln
100 g Champignons
1 große rote Paprika
1 Knoblauchzehe
2 EL Tomatenmark
500 ml Rotwein
250 ml Gemüsebrühe
2 TL Paprika-Pulver
2 Lorbeerblätter
1 TL Rosmarin (gehackt)
1/2 TL Kreuzkümmel
2 EL Sonnenblumenöl
Salz/Pfeffer

So geht meine Version vom Rinder-Gulasch:

Das Fleisch in Würfel schneiden und wenn nötig von Sehnen und überschüssigem Fett befreien. Die Würfel in Sonnenblumenöl anbraten, Paprika-Pulver dazu. Nach ca. 5–7 Minuten das Fleisch aus dem Topf nehmen. Dann im Öl und dem Fleischsaft die Zwiebeln und das restliche Gemüse mit Farbe anbraten. Das Tomatenmark in der Topfmitte leicht anrösten – so verliert es etwas von seiner Säure. Dann gut unterrühren. Das Fleisch wieder dazu, mit Wein und Brühe ablöschen. Die Gewürze hinein, Deckel auf den Topf und bei geringer Hitze für ca. 1 h kochen. Wenn euch das Gulasch dann noch zu flüssig ist, bei offenem Deckel noch etwas einkochen lassen. Noch einmal mit Salz & Pfeffer abschmecken, die Lorbeerblätter herausfischen – und mit Kartoffeln, Nudeln oder (wie ich diesmal) mit Kohlrabi-Spaghetti servieren.

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