Am Zeitschriftenkiosk: Street Food

Der saisonale Street Food-Markt heißt ja Weihnachtsmarkt. Und ich war diese Woche gleich mal auf einem… Wer Street Food mag, im Winter aber lieber drinnen isst, dem sei das gleichnamig Magazin ans Herz gelegt. Denn darin finden sich eine Vielzahl an leckeren Rezepten, die sich natürlich auch mit Dach über dem Kopf genießen lassen.

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Street Food, Ausgabe: 1/17

Zum Dahinschmelzen ist der Titel schon einmal! Freunden des gepflegten Käsespätzle-Genusses laufen bei diesem Bild bestimmt alle Gaumensäfte zusammen. Und auch sonst wirkt die Titelseite von „Street Food“ sehr geschmackvoll.

 

Neben Veggie und Thermomix ist Street Food aktuell der dritte große Trend im Foodmag-Regal. Und auch ich bin ihm verfallen, auf Märkten und bei Kochbüchern. Mal sehen also, was dieses neue Heft zu bieten hat!

Klar gibt es Burger, von Rind über Lachs bis Veggie. Außerdem eine fantastische Indien-Strecke, da begeistern mich vor allem die Farben. Und dann noch einen wilden Mix aus Suppen, Welt- und Alpenküche, Drinks, Süßigkeiten… Ich weiß gar nicht, welches Rezept ich zu erst ausprobieren soll! Schließlich entscheide ich mich für zwei – ein warmes & ganz einfaches und ein süßes & und etwas zeitintensives. Aber lest selbst!

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Zutaten für Sweet Pauls „Salzige Caramel Rocky Roads“, bei mir

Die süßen Rezepte in „Street Food“ kommen vom Norweger Paul Lowe, besser bekannt als Sweet Paul. Der bärtige, kernige Typ mit Tattoos sieht auf den ersten Blick so aus, als würde er lieber ein Rentier verspeisen… Kleiner Scherz. An seinen Karamell-Rezepten bin ich gleich hängen geblieben. Denn ich teile diese Leidenschaft für die zähe, klebrige, goldige Masse. Und ich mag dunkle Schokolade, gesalzene Erdnüsse und Marshmallows – und all das ist in den atemberaubend genialen „Salted Caramel Rocky Roads“ – die bei meinen Kollegen weggingen wie warme Semmeln!

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Die „Rocky Roads“ im Heft

Mein heutiger Tipp: Lest immer das Rezept aufmerksam und gründlich. Ich habe da so eine Art ADHS… Ich kann mich auf bestimmte Texte nur sehr schwer konzentrieren – und: JA, ich schreibe selber andauernd Texte! Jedenfalls hilft es, ein Rezept immer aufmerksam von Anfang bis Ende zu lesen. Dann weiß man auch, dass die Zubereitungszeit 40 Minuten, die Wartezeit aber 6 STUNDEN dauert. Es wurde also ein langer Abend, dafür ein süßer…

Das süße Rezept

300 g Sahne
225 g Zucker
55 g kalte Butter
150 g heller Zuckerrübensirup (wie man aufm Bild sieht, hatte ich dunklen)

180 g Marshmallows
110 g gesalzene Erdnüsse
580 g Zartbitterschokolade
1 Prise Salz

Und so geht’s: Sucht euch eine Form, die ca. 15×15 cm groß ist. Bestreicht die Form mit einem neutralen Öl, legt Backpapier drauf und dann noch einmal mit Öl einpinseln. Dann setzt ihr eine große Pfanne auf und erhitzt darin Sahne, Zucker, Butter und Sirup bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann unter Rühren ca. 25 Minuten köcheln lassen. Wenn die Masse cremig ist, gießt ihr sie auf die geölte Form – und dort muss sie mindestens für 4 Stunden bei Zimmertemperatur auskühlen. Dann in 3 cm große Würfel schneiden (richtig schnittfest wurde mein Karamell nicht!)

Laut Rezept soll man hellen Zuckerrübensirup nehmen. Ich war in mehreren Geschäften, die alle nur den dunklen im Angebot hatten. Mir schmeckt der fertige, zähe Karamell aber dennoch sehr gut. Einen Vergleich zum Original habe ich natürlich nicht.

Dann ein Backblech mit Alu-Folie belegen. In eine Schüssel grob zerhackte Marshmallows, Erdnüsse und Karamell geben. Die Schoki über einem Wasserbad schmelzen, kurz abkühlen lassen, in die Schüssel geben. Alles vermengen und auf dem Blech ausstreichen. Mit Salz bestreuen und 2 weitere Stunden kalt stellen.

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Fertige „Rocky Roads“, bei mir

Wenn die Schokolade wieder fest ist, dann könnt ihr die „Rocky Roads“ in Stücke schneiden. Ich habe mich für eine dreieckige Form entschieden. Die Mischung aus Marshmallow, Erdnuss, Karamell hat pro Stück echt gut funktioniert. Zum Glück: Schließlich macht der Mix aus Süße und Salz ja den Reiz der Leckerei aus. Und NEIN: Ich habe nicht alles alleine gegessen. Meine Kollegen im Büro haben fleißig geholfen – und Rezept & Ergebnis für sehr gut befunden.

 

Probiert die süße Sache also ruhig mal aus und schreibt mir, wie alles funktioniert hat. Vielleicht bekommt ihr ja auch den hellen Zuckerrübensirup irgendwo. Aber denkt daran, der Karamell braucht ewig, bis er fest ist!

Das salzige Rezept

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Zwiebelsuppe mit Bier, in Street Food

Für alle, die es nicht gern so süß mögen, habe ich noch ein kleines herzhaftes Rezept aus „Street Food“ ausprobiert. Eine Zwiebelsuppe mit Bier!

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Die fertige Zwiebelsuppe, bei mir

Das Rezept für die Zwiebelsuppe mit Bier findet ihr in meinem Genuss-Rezept der Woche. Ich habe mich – weil ich alleine gegessen habe – entschieden nur etwa die Hälfte der Suppe zu kochen. Zwiebelsuppen-Reste einzufrieren, kann ich mir nicht gut vorstellen… Außerdem habe ich einen Mix aus weißen und roten Zwiebeln verwendet. Im Magazin ist kein spezielles Bier vorgesehen. Ich habe ein Tannenzäpfle, also ein Bier hier aus meiner Region benutzt.

Ich denke, eine Zwiebelsuppe könnt ihr nach eurem Geschmack und gewohnten Rezept kochen. Aber wenn ihr Lust auf Variation habt, dann ersetzt doch einfach mal einen Teil der Brühe durch ein leckeres Bier! Und schon bekommt ihr einen ganz neuen Geschmack in einen echten Food-Klassiker 🙂

Mein Fazit

Das „Street Food“ Magazin bietet eine Fülle an tollen Rezepten – und sieht dabei noch gut aus. Für manche Gerichte braucht ihr nur wenige Zutaten, für andere müsst ihr ein bisschen länger durch die Geschäfte streifen. Tolle Anregungen gibt es hier auf jeden Fall, auch um bewährten Rezepten neuen Pfiff zu geben. Wer auf Burger steht, sollte unbedingt mal reinschauen! Vor allem der Fisch-Burger sieht verdammt lecker aus.

„Street Food“ gibt’s für 4,50 € am gut sortierten Zeitungskiosk.

 

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